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Zwergschnäpper

Der deutsche Zwergschnäpperbestand beträgt zwischen 1500 und 2400 Paare (Ryslavy 20001). Von diesen brüten rund 1800 in den neuen Bundesländern (Nicolai 1993). Wiederum 78% des ostdeutschen Bestandes brütet in Mecklenburg-Vormommern (besonders in der östlichen Landeshälfte). In Brandenburg ist das Zwergschnäppervorkommen weitgehend auf den Nordostteil beschränkt: z.B. europäisches Vogelschutzgebiet Stechlin mit 20 bis 50 Brutpaaren (Landesumweltamt Brandenburg 1998) oder die Uckermärkischen Seen mit 60 bis 80 Brutpaaren (Bukowsky 1998) oder Schorfheide-Chorin mit 100 bis 200 Brutpaaren (OAG Uckermark 1993-97). 

In Bayern lässt sich der Zwergschnäpper im Bayerischen Wald, im Ammergebirge und in den Wäldern nördlich davon, im Bereich Walchensee/ Isarwinkel/ Sylvensteinsee sowie im Mangfallgebirge zwischen Kiefersfelden und Tegernsee beobachten. Neben den beschriebenen Stellen im Berchtesgadener Raum gibt es noch eine weitere verlässliche Stelle am Südufer des Kochelsees:

Kurz vor dem Elektrizitätswerk führt die Zufahrtsstraße durch eine bewaldete, kleine Schlucht (1). Hier sind ab Mai regelmäßig Zwergschnäpper zu hören. Zu einer weiteren Stelle muss man zu Fuß. Man parkt vor dem Elektrizitätswerk (P) und läuft, wie auf der Karte eingezeichnet, Richtung See. Kurz vor dem See geht ein Steig nach links ab. In dem Buchenbeständen (bevor es felsiger wird) sollten neben Berglaubsängern ebenfalls Zwergschnäpper zu hören sein (2). Wenn man im Februar bis April oder im Herbst diesen Weg weiter geht, kann man mit Glück an den Felsen Uhus rufen hören und mit noch mehr Glück auch durch die Felseinschnitte fliegen sehen.

< Für detaillierte Angaben zu Beobachtungsmöglichkeiten bitte den Links folgen! >

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