Die Stockacher Aachmündung (Naturschutzgebiet "Bodenseeufer")

  

Christoph Moning

Stand: Mai 2004

 

Das Gebiet um die Stockacher Aachmündung ist besonders im Winter und bei niedrigen Wasserständen zur Limikolenzugzeit interessant. Regelmäßig überwintern Samtenten und Ohrentaucher.

 

Interessante Arten:

Insgesamt konnten über 200 Vogelarten im Gebiet nachgewiesen werden. Davon sind 52 Arten Brutvögel (1992). Neben bis zu 100 Haubentaucherpaaren brüten hier Zwergtaucher, Kolbenenten, Wasserrallen, der Eisvogel, Drosselrohrsänger und der Pirol. Im Mai singen mehrere Nachtigallen und Feldschwirle. Wenn der Bodenseepegel unter 350 cm sinkt, sind zur Zugzeit rastende Limikolen zu sehen. Bisher konnten 29 Limikolenarten nachgewiesen werden.  Darunter waren in der Vergangenheit auch sehr seltene Gäste wie Säbelschnäbler, Steinwälzer und Odinshühnchen. Im September und Oktober nutzen bis zu 750 Kormorane die ufernahen Bäume als Schlafplatz, bevor sie im November an die Radolfzeller Aachmündung wechseln. Den Winter über lassen sich Schwarzhalstaucher, Schnatter- und Schellenten beobachten. Mit ein wenig Glück bekommt man dann auch Ohrentaucher oder Samtenten zu Gesicht, die hier seit einigen Jahren regelmäßig überwintern. Gelegentlich werden im Winter weitere Meeresentenarten angetroffen. Immer wieder wurden auch Seltenheiten wie Eistaucher, Rallenreiher, Seeadler oder Sumpfohreule entdeckt.


Lebensräume:

Die Lebensräume für die Vogelwelt lassen sich in ausgedehnte Flachwasserzonen (28 ha), den Unterlauf und die Mündung der Stockacher Aach mit Auwaldresten und in die mit Gehölzen und kleinen Schilfflächen durchsetzten Kulturlandschaft einteilen. Ufer- und Flachwasserzonen unterliegen den natürlichen Pegelschwankungen des Bodensees: Von Oktober/November bis April/Mai herrscht Niedrigwasser. Hohe Wasserstände (bei denen die Schlickflächen geflutet sind) ergeben sich durch die Schneeschmelze in den Alpen und ergiebige Niederschläge im Sommer.


Information:

Magnet Bodenseeufer, Naturschutzgebiet zwischen Bodman und Ludwigshafen -  Naturschutzbund Deutschland e.V. (Herausgeber), Ortsgruppe Radolfzell-Singen-Stockach, Naturschutzhaus Mettnau, 78315 Radolfzell


Anfahrt:

Mit der Bahn und dem Fahrrad: Der Bahnhof Ludwigshafen liegt rund 1 km nordöstlich vom Gebiet.

Mit dem Auto: Von Ludwigshafen (Osten): Von der B 34 Richtung Singen (Westen) fahrend, biegt man 1 km nach dem Ortsausgangsschild von Ludwigshafen, 200 m nach einem links sichtbaren Campingplatz, links Richtung Campingplatz ab. Der Weg verläuft dann über Bahngleise und knickt links ab. Kurz darauf befinden sich Parkbuchten neben dem Weg, in denen man parken kann (P). Am kurz dahinter liegenden Campingplatz führt ein Schotterweg nach rechts entlang des Campingplatzzaunes in das Gebiet. Von Westen liegt der Abzweig von der B 34 Richtung Campingplatz 700 m nach dem Abzweig Richtung Bodman.

Der Hafen in Bodman ist ausgeschildert.

 

Beobachtungsmöglichkeiten:

Entlang eines ufernahen Schotterweges  erreicht man von Norden her eine Beobachtungsplattform im Bereich der Stockacher Aachmündung. Von hier aus hat man einen guten Überblick über die Bucht. Auch von den Stegen am Hafen in Bodman aus hat man einen guten Blick in die Bucht. Die beiden Beobachtungspunkte ergänzen sich; es lohnt daher auf jeden Fall beide Punkte anzufahren. Das Licht ist abends am Besten.


  

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