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Schwarzstorch

Generell hat der Schwarzstorch in Deutschland zugenommen. Da diese Art sehr heimlich ist, liegen den Bestandszahlen nur Schätzungen zugrunde. Diese ergaben für Deutschland 1996 einen maximalen Schwarzstorchbestand von 348 Brutpaaren. Verbreitungsschwerpunkte sind Niedersachsen (46 BP 1996); Brandenburg (47 BP 1996; 32 BP 1999; Ryslavy 2001); die Mittelgebirge in Nordrhein-Westfahlen (30-35 BP 1996), Hessen (23-38 BP 1996) und Sachsen (40-60 BP 1996). Seit 1947 hat er  Bayern wiederbesiedelt. Mit 70 bis 80 Brutpaaren zählt Bayerns Population zu den stärksten in Deutschland (Pfeiffer 1999). Quelle: Mädlow & Model 2000

Zu den Bundesländern im einzelnen:

In Brandenburg sind die Westprignitz (7 Reviere 1999) und der Spreewald (5 Reviere 1999) die bedeutensten Brutgebiete (Ryslavy & Putze 2000). Da der Schwarzstorch am Brutplatz sehr heimlich ist, werden Schwarzstorchbeobachtungen leichter an Sammelplätzen gelingen. Ein sehr regelmäßig frequentierter Sammelplatz befindet sich an der Mittleren Oder bei Genschmar nordwestlich der polnischen Stadt Kostrzyn. 1997/98 wurden dort über 50 Schwarzstörche registriert (Fahl in Haupt et al. 1999), wobei zwischen Juni und Ende August über 20 Tiere im Gebiet waren.

In Niedersachsen sind die Lüneburger Heide und die Mittelgebirge im Südosten traditionell gut besiedelt (Heckenroth & Laske 1997).

In Bayern liegt der Verbreitungsschwerpunkt in den  Mittelgebirgen meistens zwischen 300 und 600 m üNN. Bereiche in denen man gehäuft Schwarzstörche beobachten kann liegen  zwischen Bayreuth und dem Bayerischen Wald, in der Röhn und im Frankenwald östlich von Sonnenberg (Thüringen). Auch im Nationalpark Sumava auf der tschechischen Seite des Nationalparks Bayerischer Wald kann man Schwarzstörche beobachten. Derzeit brüten über 60 Paare in Bayern (Pfeifer 1997); Tendenz steigend.

Abbildung: Verbreitung des Schwarzstorchs in Nordbayern

< Für detaillierte Angaben zu Beobachtungsmöglichkeiten bitte den Links folgen! >

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