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Schreiadler

Am leichtesten ist der Schreiadler in Mecklenburg-Vorpommern (89 BP 2000; http://www.um.mv-regierung.de) und Brandenburg (30 BP 1996) zu beobachten. Daneben gibt es Vorkommen in Sachsen-Anhalt (5 BP 1996; z.B. im Hakel) und im Nationalpark Sumava auf der tschechischen Seite des Nationalparks Bayerischer Wald. Der Begriff leicht ist dabei immer noch relativ, denn die Reviere einzelner Tiere sind in Mecklenburg durchschnittlich 2700 ha groß! Beim Nahrungserwerb werden gerne grundwassernahe Standorte genutzt. Auch Ackerbrachen, Sommergetreide- und Futtergraskulturen spielen eine Rolle. Dabei nutzt der Adler gerne Ansitze. Einem Teil des Nahrungserwerbes geht er zu Fuß nach. Die Bestände Schwanken recht stark. Wichtig für den Schreiadler sind waldreiche und  unzerschnittene Räume. 

Die beste Beobachtungsstrategie ist in den Hauptverbreitungsgebieten zwischen Ende April und August/ Mitte September Stellen mit einer guten Übersicht über möglichst unzerschnittene Bereiche aufzusuchen und dort bei gutem Wetter und guter Thermik (der späte Vormittag ist oft gut) auf fliegende Adler zu warten. In diesem Zusammenhang seien folgende Gebiete empfohlen:

Der Großteil der Population (97 Brutpaare 1996) brütet in Mecklenburg-Vorpommern östlich der A 19 (Berlin-Rostock). Innerhalb dieses Bereiches gibt es vier Gebiete mit mehr als zwei Brutpaaren pro 100 Km²:

1. Die Täler der Flüsse Recknitz und Trebel mit 48 Paaren auf 1310 Km².

2. Die Mecklenburgische Schweiz mit 13-18 Paaren auf 649 Km².

3. Das Gebiet südlich des Flusses Peene mit 28 Paaren auf 800 Km².

4. Das Flussbecken der südlichen Randow mit 8 Paaren 275 Km².

Quelle: European Union Species Action Plan for Lesser Spotted Eagle (Aquila pomarina). Compiled by: Bernd-Ulrich Meyburg (WWGBP), Lászlo Haraszthy (MME/WWF Hungary), Maris Strazds (LOB), Norbert Schäffer (RSPB/BirdLife International)

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