Reisebericht östliches Südafrika und Okavango Delta

24. Januar bis 11. März 2002


Bilder              Reisebericht           Artenliste

Christoph Moning christoph.moning@stud.weihenstephan.de (Autor des Reiseberichts)

Christian Wagner Christian.Wagner@bio.tum.de

Strategie und Logistik:

Für uns beide war es die zweite Reise nach Afrika. Ziel war es, in Ergänzung zu der letztjährigen Reise in das westliche Südafrika, möglichst viele neue Arten zu sehen.

Um das östliche Südafrika zu bereisen, haben wir einen Opel Corsa bei Europcar über Holiday Autos gemietet (rund 625 € für 4 Wochen inkl. Versicherungen, zweiter Fahrer usw.). Das Auto verfügte nicht über Klimaanlage und Autoradio. Für die Straßenverhältnisse war es ausreichend (Reifenwechsel sollte allerdings beherrscht werden). Holiday Autos ist kein Vermieter im eigentlichen Sinne, sondern arbeitet mit lokalen Vermietern zusammen. Die Firma bietet zusätzlich zum Versicherungsschutz des Vermieters eine Vollkaskoversicherung an (inklusive). Ein Schaden, der durch die rückwärtige Kollision mit einem Holzpfahl - also selbstverschuldet - an Stoßstange und Rücklicht entstanden war, wurde von Holiday Autos anstandslos ersetzt. Dabei ist es wichtig, sich beim Vermieter einen Schadensbericht (oder bei größeren Unfällen einen Unfallbericht durch die Polizei) ausstellen zu lassen. Wir können Holiday Autos uneingeschränkt empfehlen. Insgesamt wurden knapp 6000 km gefahren. Entfernungen spielen in Südafrika keine Rolle. Deshalb ist ein Auto zur Vogelbeobachtung in diesem Land unerlässlich. Zumal viele Stellen sehr abgelegen liegen. Unverbleites Benzin kostet ca.0,4 € pro Liter. Ein Handy des Vermieters war praktisch (nur Telefonate müssen bezahlt werden). In menschenleeren Gegenden war jedoch oft kein Empfang zu haben.

Übernachtet wurde im Zelt und einige Male in festen Unterkünften. Bei den generell geringen Kosten hätte man auch ganz auf das Zelt verzichten können. Dennoch gibt es einen gewissen Preisunterschied zwischen Camping und fester Unterkunft. Camping ist in Südafrika kein Problem. Alle Plätze sind bewacht und in den Nationalparken könnten einem höchstens die Tiere gefährlich werden. Die Ausstattung der Plätze war i.d.R. gut bis sehr gut (z.T. mit Pool). Camping ist in Südafrika vor allem unter der weißen Bevölkerung weit verbreitet und für europäische Verhältnisse kostengünstig (ca. 4 € pro Person und Nacht).

In den südafrikanischen Supermärkten bekommt man alles was das Herz begehrt. Die Preise sind für mitteleuropäische Verhältnisse günstig, vor allem seit der Rand im Zuge der instabilen politischen Lage in Simbabwe massiv an Wert verloren hat. Wir haben für 1 €  10 R bekommen. Noch vor einem Jahr lag der Kurs bei 1€ = 6 R. 

Bezahlt werden kann fast überall mit Kreditkarte (wir haben Visa benutzt). An den ausreichend vorhandenen Tankstellen muss überwiegend in bar gezahlt werden. 

Reisezeit & Klima:

Januar/ Februar/ März ist Spätsommer im nördlichen und östlichen südlichen Afrika. Jedoch sind die Jahreszeiten nicht so stark ausgeprägt wie im Westen des Subkontinents. D.h. viele der Brutvögel singen noch. Die meisten hatten jedoch schon Junge und einige von den Kuckucken waren beispielsweise nur noch als Jungvögel oder Weibchen anwesend. Ein Vorteil war, dass viele der europäischen Zugvögel anwesend waren (was bei zwar angenehmeren Klima im Südwinter nicht der Fall wäre). Regen war nicht unüblich. Durchgeregnet hat es jedoch nur an zwei Tagen in Wakkerstroom. Im Okavango Delta sind die Niederschläge eher punktuell verteilt. Kühl war es nur in Wakkerstroom bei Dauerregen (unser Guide hatte Handschuhe an). Unangenehm heiß war es im Okavango Delta und zeitweise im Krüger Nationalpark und in Kwa-Zulu Natal. Wir können eine Reise in das nördliche und östliche südliche Afrika im Januar/ Februar/ März durchaus weiterempfehlen.

Das Reiseland:

Südafrika weist in vielerlei Hinsicht einen europäischen Standard auf: Die Straßen sind gut ausgebaut, annähernd alle Schotterpisten sind mit einem Zweirad angetriebenen Auto befahrbar. Die Ausschilderung ist sehr gut. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es genügend.

Es sind ausreichend Supermärkte und Tankstellen vorhanden. Die meisten Leute sind freundlich und hilfsbereit. In den Kneipen kommt man schnell ins Gespräch. Man sollte jedoch nicht verschweigen, dass  die Unterschiede in den Lebensstandards zwischen Schwarz und Weiß nach wie vor enorm sind, auch wenn sie nicht so ausgeprägt sind, wie im Westen, wo an jedem Ort, sei er noch so nett, ein Slum angehängt ist. Die Masse der Schwarzen lebt auch nach der Apartheid in einfachsten Verhältnissen. Wir haben uns fast nie belästigt gefühlt, da wir überhaupt nur einmal einen Bettler trafen und nur die Verkäufer von Souvenirs oder die Straßenverkäufer von Obst außerhalb der Nationalparks eine aggressive Marketingstrategie hatten.

Gewalt und Kriminalität ist aber dennoch ein Thema in Südafrika. Man sollte sich vor der Reise über die Gefahren und die Problemgebiete z.B. beim Auswärtigen Amt informieren (http://www.auswaertiges-amt.de). Wir können jedoch von keiner Situation berichten, in der sich Gewalt auch nur angedeutet hätte.

Die Gesundheitsversorgung ist gut. Malaria ist im östlichen Südafrika und im Norden Botswanas ein Problem, da das Risiko relativ groß ist (Malaria tropica). In der Regenzeit (Oktober bis Mai) ist das Risiko zusätzlich erhöht. Mückenschutz ist sehr wichtig. Hier war das Zelt von Vorteil, da sich die Mücken im Zelt leicht unter Kontrolle bringen ließen. Als Prophylaxe gibt es kaum eine Alternative zu Lariam. Allerdings kann die Mückenkonzentration zumindest im Januar nicht mit der eines mitteleuropäischen oder gar nordeuropäischen Feuchtgebietes konkurrieren. Sowohl im Kruger Nationalpark, wie auch in Mkuze und in St Lucia wurden wir von Mücken weitestgehend bis absolut verschont. Zudem waren wir gegen Diphtherie/ Kinderlähmung/ Tetanus und Hepatitis A geimpft. Typhus kommt vor (z.B. nach den großen Überschwemmungen 2000). Das Leitungswasser war jedoch überall trinkbar, wenn auch nicht immer wohlschmeckend.

Infos: http://fit-for-travel.de/reisemedizin/reiseziele/L0149.htm

Englisch wird neben dem weit verbreiteten Afrikaans und Zulu überall verstanden und gesprochen.

Botswana unterscheidet sich von Südafrika in einiger Hinsicht. Schwarze leben hier gleichberechtigt neben der weißen Minderheit. Es gibt daher auch bei weitem nicht so viel Gewalt durch Armmut wie in anderen Ländern des südlichen Afrika. Z.B. ist es problemlos möglich per Anhalter zu fahren, was in Südafrika nicht ungefährlich wäre. Die Infrastruktur ist viel weniger ausgebaut. Die wenigen Hauptverbindungsstraßen sind gut; aber die Straßen in das südliche Okavangodelta sind nur mit Allradantrieb befahrbar. Viele Verbindungen in das Delta müssen mit dem Flugzeug zurückgelegt werden. Botswana ist teurer als Südafrika. Das liegt zum einen an dem ungünstigeren Wechselkurs: 1€ entspricht 6 Pula. Zum anderen setzt die Regierung Botswanas auf Tourismus der gehobenen Klasse. So sind Safaris in das Moremi Game Reserve (östliches Okavangodelta) mit Übernachtung erst ab 300 $ US pro Nacht zu haben! Man kann sich außer durch gebuchte Touren kaum im Delta bewegen: die Straßen sind schlecht, man braucht Allradantrieb (extrem teuer); GPS, gute Karten, eine Genehmigung (die nicht an jeden vergeben wird) und muss dennoch Gebühren für Kameras, Personen, Autos, Zelt usw. bezahlen. Wenn man vor hat, in Eigenregie ins Delta zu fahren, würde ich daher empfehlen ins Panhandle (nördlicher Teil des Deltas) zu fahren. Dort gelangt man auch mit einem normalen Auto hin, kann in den Camps günstig übernachten und kann trotzdem günstig Exkursionen per Einbaum (Mokoro) oder Motorboot machen. Dann hat man auch klares Wasser voller Fische, blauen Himmel, weiße Reiher und endlose Papyruswälder um sich. Tipps zu diesem Bereich auf Anfrage: info@birdinggermany.de . Zudem kann dieses Gebiet leicht mit einer Tour in den Caprivi Zipfel (Namibia) kombiniert werden. Ein Auto in Botswana zu mieten, will von langer Hand vorbereitet sein. Man sollte sich im klaren sein, dass sich viele Dinge schnell ändern, so dass man viel Geduld und Zeit nach Botswana mitbringen muss. English wird überall gesprochen.

Kosten:

Der Urlaub (Flug, Auto (mit allem), Präsente, Impfungen, kaputter Foto usw., Literatur,...) hat knapp 2000€ pro Person gekostet.

Literatur & Infos:

Literatur (Auswahl):

Sasol Birds of Southern Africa von Ian Sinclair, Phil Hockey, Warwick Tarboton
Taschenbuch - 464 Seiten - Struik Publishers; Erscheinungsdatum: 5. September 2002; ISBN: 1868727211

Newman's Birds of Southern Africa von Kenneth Newman; Taschenbuch - 512 Seiten - Struik Publishers; Erscheinungsdatum: 5. September 2002; ISBN: 1868727351

Roberts` Birds of Southern Africa – Mclean 1993. Neuauflage in Vorbereitung. Klassisches Handbuch für weitere Informationen zu den Arten.

Field Guide to the Mammals of Southern Africa – Stuart & Stuart (2. Aufl. 1998). Ein gutes Säugetierbestimmungsbuch unter mehreren. Es lohnt sich auf jeden Fall ein Säugetierbestimmungsbuch mitzunehmen!

Limicola: Band 5, Heft 4, August 1991 (Schell-, Schrei- und Steppenadler). Zur Ergänzung des SASOL- Guides sehr nützlich.

Kassetten:

Guy Gibbon, 1995: Southern African Bird Sounds, Newset, Durban Auch als CD zu haben. Mittlerweile würde ich behaupten, dass man nicht ohne auskommt. Das hat zwei Gründe. 1. Man hört mehr als man sieht und wenn man sich die Stimmen vorher schon einmal angehört hat, wird man es im Feld viel leichter haben, sich bestimmten Arten zu widmen. 2. Ohne die Kassetten hätten wir viele Arten nicht gesehen (z.B. Eastern Long-billed Lark, Pied Babbler, Red-crested Korhaan, Bradfield’s Hornbill, African Barred Owlet, Red-throated Wryneck und und und). Ein Walkman mit Lautsprecher hat genügt, um diese Arten hervorzulocken.

Internet (Auswahl):

I. Allgemein

http://www.sabirding.co.za/default0.asp hervorragende Seite zur Vorbereitung einer Reise in das südliche Afrika. V.a. die birding spots sind gut

http://www.birding-africa.com ebenfalls sehr gute und umfangreiche Seite

http://www.zestforbirds.co.za/ auch ein Muss

http://www.zbr.co.za/ Die Zululand-Birding-Route; obligatorisch für jeden, der in die Region fährt

http://www.birdtours.co.uk/beautiful-just-birding/index.htm gute Tipps, v.a. für die Gegend um Wakkerstroom

http://www.geocities.com/RainForest/Vines/4074/4saspots.htm Birding Spots: Locality Guides and Checklists

II. Reiseberichte

http://www.birdtours.co.uk/tripreports/s_africa/natal/natalreport.htm KWAZULU-NATAL & TRANSVAAL, SOUTH AFRICA, Mike Hunter BRIEF ACCOUNT OF A TWO WEEK TRIP: 8 OCTOBER 2000 - 21 OCTOBER 2000

http://www.birdtours.co.uk/tripreports/s_africa/grand-tour/africa.htm Finding South Africa's endemics: A report by Keith Taylor

III. Artengruppen

http://www.savingcranes.org/abouticf/Africa_Program_Wattled_Crane_Program.asp (Wattled Crane) The Cranes; Status Survey and Conservation Action Plan Wattled Crane (Bugeranus carunculatus) by Ann Burke.

IV. Bildergalerien

http://www.djuma.co.za/

http://www.birding.co.za/photo.htm

http://www2.justnet.ne.jp/~naoto_noda/Photos/index.html

Taxonomie

Zur Zeit ist die Nomenklatur im südlichen Afrika tiefgreifenden Umbrüchen unterworfen. Einige der im südlichen Afrika gebräuchlichen Vogelnamen waren an anderen Orten nicht gebräuchlich, so dass ein und der selbe Vogel in Ostafrika oder Europa anders heißen konnte als in Südafrika. Dies wurde nun angeglichen. Dieser Umstand hat jedoch auch dazu geführt, dass ein Großteil der in der Bestimmungsliteratur verwendeten Namen nicht mehr aktuell ist. Ich empfehle daher, die Namen mit Hilfe der neuen Roberts Liste selbst abzugleichen. Zwar sind die Namen vielen Ornis in Südafrika noch nicht geläufig, aber der Wechsel wurde festgeschrieben und wird sich in den nächsten Jahren zunehmend durchsetzen. Die Liste ist unter http://www.uct.ac.za/depts/fitzpatrick/docs/list1.html verfügbar. Hier auch sehr detaillierte Informationen zu einzelnen Arten.

Auch an der Taxonomie wird momentan stark gearbeitet. So erhielten einige Unterarten in den letzten Jahren  Artstatus. Eine Übersicht kann man sich auf folgenden Seiten verschaffen:

http://www.zestforbirds.co.za/taxonomy.html

http://peter.maxitec.co.za/CapeTownBirding/Taxonomy/Taxonomy2.htm

Dabei ist die Schwierigkeit herauszufinden, welches die anerkannten Splits sind.

Auch die bei uns längst überfällige Neuordnung der Reihenfolge der einzelnen Artgruppen wurde vollzogen, womit das südlich Afrika über eine der aktuellsten Taxonomie und Nomenklatur weltweit verfügen dürfte. Eine Übersicht über die Neuordnung kann man sich auf folgender Seite verschaffen:

http://peter.maxitec.co.za/CapeTownBirding/Taxonomy/Taxonomy2.htm#Sibley

Alle Arten haben eine Roberts Nummer, die in den Bestimmungsbüchern, Kassetten usw. verwendet wird. Diese Nummern sind sehr praktisch, wenn man sich daran gewöhnt hat, haben sich jedoch mit der Neuordnung aber auch total verschoben.

  Südafrika

 Johannesburg

(53 Arten an 2 Tagen beobachtet)

Wenn man in das östliche Südafrika reist, wird man wahrscheinlich in Johannesburg ankommen.

Tipps zum Flughafen: Das Flughafengelände ist relativ sicher. Dennoch: Alle abwimmeln oder ignorieren. Angebotene Transportpreise sind überhöht. Am Besten Abholung arrangieren oder gleich zur Autovermietung am Ende der überdachten Zufahrtsstrasse vor den Terminals (wenn man aus dem Gebäude tritt, links).

Unterkunft: Airport Backpackers. Einfach, aber OK (Abholservice). Kosten: 170 Rand für 2 Personen im Zweibettzimmer. Info: http://www.hostelworld.com/hosteldetails.php?HostelNumber=1215

Birdwatching: Infos: http://www.sabirding.co.za/birdspot/prov5.htm

- Leeuwpan: Liegt an der R23 (Autobahn). An der Autobahn muss man auf den Standstreifen fahren und von dort beobachten (nicht sehr entspannt). Nur morgens ist das Licht gut! Gut für Cloud Cisticola und verschiedene Wasservögel (z.B. Black Heron, Squacco Heron, Little and Greater Flamingo, Fulvous Duck, Maccoa Duck).

 Dullstroom

(66 Arten in wenigen Stunden beobachtet)

Ein gutes Gebiet, um auf dem Weg von Johannesburg zum Krüger Nationalpark oder zum Blyde-River Canyon zu beobachten. Grasland, Felsen und feuchte Senken (Vleis).

Birdwatching: Info: http://www.sabirding.co.za/birdspot/080202.asp

Der von Ron Searle verfassten Beschreibung (obige Info-Adresse: routes: 1.) kann man gut folgen. Die R540 (Schotterpiste) geht nördlich von Dullstroom nach unserem Kilometerzähler jedoch etwas früher als von Ron Searle angegeben links ab. Verloren Vallei Nature Reserve wird nach 17 km entlang dieser Piste durchquert. Wir hatten hier Yellow-breasted Pipit. Wattled Crane soll auch da sein. Ansonsten waren Ground Woodpecker und Black Sparrowhawk interessante Arten. Wenn man an der nächsten T-Kreuzung auf der R005 (Teerstrasse) nach rechts fährt, sollte man in den Proteas auf Gurney’s Sugarbird achten. Es war die einzige Stelle, an der wir diesen Vogel auf unserer Reise hatten.

 Blyde River Canyon

(94 Arten an 2 Tagen beobachtet)

Drittgrößter Canyon der Welt. V.a. landschaftlich bemerkenswert. Der Canyon soll sehr greifvogelreich sein (55 Arten regelmäßig). Mit den Informationen, die wir hatten, konnten wir in den zwei Tagen leider nur 7 Greifvogelarten finden. Vielleicht war es auch nur Pech.

Unterkunft: Aventura Blydepoort Resort. Sehr gut geführtes Resort mit verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten (Wir haben gecampt). Liegt auf der Westseite des Canyons. Infos/ Buchung: http://www.aventura.co.za/Resorts/Blydepoort.htm

Birdwatching: Infos: http://www.sabirding.co.za/birdspot/080101.asp

2 Tage sind Minimum, um alles einigermaßen abzudecken.

- Aventura Blydepoort Resort:  Es gibt einige Trails und Aussichtspunkte mit Blick auf die Three Rondavells. Das Resort-Gelände ist recht vogelreich und ein Spaziergang in den frühen Morgenstunden ist durchaus lohnend (es war allerdings auch unser erster Morgen des Urlaubs).

- LOOKOUT POINTS an der R532: Three Rondawels Lookout bietet eine tolle Szenerie, aber wir hatten wenig Vögel (beste Art war ein Honey Buzzard). Strijdon Tunnel ist berühmt für den Taita Falcon. Wir hatten jedoch Schwierigkeiten, gute Aussichtspunkte entlang der Straße vor und hinter dem Tunnel zu finden. Am Wochenende ist alles voll mit Andenkenverkäufern. Eine gute Stelle lag etwas unterhalb des Tunnels (kleine Parkbucht). Von hier aus Blickt man über ein Tal, das in ein breites Flusstal mündet. In den Felsen hatten wir Mocking Cliff-Chat.

- Gods Window Loop: Exzellentes Graslandbirding. Direkt unterhalb von Paradise Camp hatten wir eine Blue Swallow (Einfach an der Einfahrt zum Camp parken und rundum beobachten). Felsige Bereiche sind gut für Buff-streaked Chat und Cape Rock-Thrush. Bachläufe sollten nach Mountain Wagtail abgesucht werden. God’s Window ist landschaftlich beeindruckend.

 Krüger Nationalpark
(276 Arten an 10 Tagen beobachtet)

Der Krüger Nationalpark ist ein absolutes Muss bei jeder Birding-Tour durch das östliche Südafrika. Viele weiter nördlich (die meisten aus Ostafrika) verbreitete Arten erreichen hier ihre Verbreitungsgrenze. Der Großteil dieser Spezialitäten (aus südafrikanischer Sicht) können rund um Punda Maria, im Norden des Parks, beobachtet werden. Neben vielen Vogelarten wird man zahlreiche Säuger wie Hyänen, Giraffen, Zebras, Elefanten, Impalas, Büffel, Nashörner und viele weitere beobachten können.

Unterkunft: Wurde vorgebucht: http://www.ecoafrica.com/SAPARKS/idxkrugerforms.htm

Vorausbuchung empfiehlt sich v.a. in der Feriensaison und ist sehr unkompliziert über das Internet abwickelbar. Wir waren in der Nebensaison dort, deshalb hätten wir nicht unbedingt vorbuchen müssen.

Kosten: rund 50 Rand pro Person und Nacht für Camping.

Camps:

Punda Maria: Etwas abgelegenes Camp. Auf den Straßen um das Camp ist man oft ganz allein. Ausstattung des Camps ist ausreichend (kleiner Supermarkt, Restaurant, Chalets, Campingplatz, Duschen usw.). Oberhalb des Camps kann man innerhalb des eingezäunten Bereiches durch Wald gehen. Vom Campingplatz hat man relativ freien Blick auf den Hang über dem Camp. In den heißen Mittagsstunden gut zur Greifvogelbeobachtung. 

Letaba: Sehr gut geführtes Camp am Letaba River. Das Camp liegt direkt am Ufer oberhalb des eigentlichen Flussbetts. Hier kann man entlang der Promenade Störche, Wasserböcke, Nilpferde und trinkende Tiere wie Giraffen beobachten. Ausstattung gut. Wir übernachteten temperiert und luxuriös in einer Rundhütte. 

Skukuza: Hauptcamp im Süden des Parks. Sehr groß (Flughafen, Supermarkt, 3 Restaurants usw.). Campingplatz etwas verwahrlost (aber nicht schlecht).

Birdwatching: Infos: http://www.sabirding.co.za/birdspot/080303.asp . Sehr gute Info zusammengestellt von Guy Gibbon, Ian Whyte und Scott Ronaldson.

Eine Übersichtskarte mit der Vegetation unter: http://wildnetafrica.co.za/themap/of/southafrica/parks/kruger/landscapemap.html

10 Tage waren ein gutes Maß, um den Park einigermaßen abzudecken, denn der Park ist größer als Israel! Dabei ist der Norden der interessanteste Teil. Hier also mindestens 3 Tage einplanen (wir waren 5 Nächte dort)!

Pafuri: So wird die Gegend um das nördlichste Eingangstor genannt. Der Bereich ist ein absolutes Highlight im Park. Wenn es zu stark geregnet hat werden die Schotterstrassen geschlossen (so ist es uns an einem Tag ergangen). Dann sind die Beobachtungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Folgende Punkte sollten direkt nach Öffnung der Tore und ohne große Stops angelaufen werden (in der Frühe auf der S 60 fast alle Francoline des Parks):

- Die Brücke über den Luvuvhu River: Eigentlich darf man nicht aussteigen. Aber da sich die Beobachtungsmöglichkeiten im Auto auf der Brücke als doch recht eingeschränkt darstellten, sind wir dem Vorbild anderer Birdwatcher gefolgt, und doch ausgestiegen. Schien so als wenn es von den Rangern geduldet wird (mürrischer Blick). Auf anderen Brücken im Park darf man in einem markierten Bereich aussteigen. An der Brücke u.a. Trumpeter Hornbill, White-fronted und Southern Carmine Bee-eater, Mottled und Böhm’s Spinetail (geduldig warten), Water Thick-knee, White-crowned Lapwing, Goliath Heron, Bat Hawk (ca. 500 m nördlich der Brücke), Wire-tailed Swallow und Lesser Masked Weaver (Kolonie im Schilf im Fluss). Auch der Wald südlich der Brücke ist sehr lohnend und verdient ausführlich durchsucht (optisch) zu werden: U.a. Tropical Boubou, Georgeous Bush Shrike, Grey-headed Bush-Shrike, Ashy und Grey Tit-Flycatcher, Meve’s Starling und Red-faced Cisticola. Hier gilt, wie so oft: wer die Stimmen kennt, verdoppelt seine Artenliste.

- Die S 64 nahe der Brücke nach Westen: Nettes Dornbusch- und Flusswaldbirding. Wir hatten dort u.a. Woodland- und Brown-hooded Kingfisher, Böhm’s Spinetail, Rufous-cheeked Nightjar, Orange-breasted Bush-Shrike, Yellow-bellied Greenbul und Arrow-marked Babbler. Soll auch gut für Crested Guineafowl sein.

- Die S 63 ebenfalls am Luvuvhu: Man sollte am Nordwestende des Loops anfangen. An der Picnic Site am Luvuvhu u.a.: Pied Wagtail, Tambourine Dove, African Mourning Dove, Broad-billed Roller, African Fish Eagle und Black-throated Wattle-eye. Letztere Art wurde uns vom Platzwart gezeigt als er aufgeschnappt hatte, dass wir uns über diese Art unterhalten. Der Mann ist relativ fit und nach seinen Angaben jeden Tag an der Picnic Site. Es lohnt sich auf jeden Fall, die heißen Mittagsstunden hier im Schatten auf den Fluss blickend zu verbringen. Weiter nach Osten durch guten Flusswald kommt man am Ende zum Look-out Point Crook’s Corner am Limpopo Fluss, der die Grenze nach Mocambique darstellt. Auf den Sandbänken liegen zahlreiche Krokodile. Dazwischen Saddle-billed und Open-billed Storks, Marsh Sandpiper, White-crowned Lapwings und Goliath Herons. Am Ufer u.a. einige Bienenfresser-Arten darunter auch Blue-cheeked Bee-eater, Trumpeter Hornbill, White-bellied Sunbird und andere. Zurück nach Westen (im Wald auf Nyala Antilopen achten) gibt es hinter dem Wald eine kleine Palmsavanne. In den Palmen brüten African Palm Swifts. Am Ende dieses Tages hatten wir 40 Lifer!

Punda Maria:

- Punda Maria Camp liegt abseits der Massenströme und bietet in den heißen Mittagsstunden und nach Torschluss relaxtes Birdwatching. An dem Campingplatz konnten unter anderem White-crested Helmetshrike, White-browed Robin Chat (von den Robin Chats am leichtesten durch die immer wiederholten Phrasen zu bestimmen), Grey-headed Parrot, Purple-crested Turaco und Mottled Spinetail beobachtet werden. Nachts waren Pearlspotted Owlet und Fiery-necked Nightjar zu hören (natürlich auch Massen von Fröschen und einige Hyänen). Der Wald am Hang hinter dem Camp ist teilweise eingezäunt und daher auch nach Torschluss zu begehen (Flycatcher Walk). Als wir ihn gegangen sind, war es ziemlich ruhig. Immerhin im Laufe der Tage u.a.: Bearded Scrub-Robin und Eastern Nicator. Die viel gerühmte Vogeltränke nahe der Rezeption ist nicht so viel wert aber für ein Bierchen immer gut. Während der Mittagshitze lohnt es sich, mit dem Spektiv den Himmel über dem Hang am Camp abzusuchen. Wir konnten so ganz entspannt für Europäer so mundwässernde Arten wie Bateleur, Lapped-faced Vulture, Steppe, Tawny und Lesser Spotted Eagle beobachten. Im letzten Abendlicht waren immer Amur Falcons und einmal auch ein Dickinson’s Kestrel zu beobachten. Dann ist meistens auch der Burchell’s Coucal zu hören gewesen.

- Der Mahone Loop ist immer gut für eine Morgenexkursion. Wir sind ihn zwei Mal gefahren; immer von Osten angefangen. Dies würde ich auch empfehlen, da hier die interessanteren Bereiche liegen. Elefanten sind zahlreich und einmal hat uns ein von Marula-Früchten besoffener Bulle die Weiterfahrt verweigert, so dass wir den ganzen Loop zurück und von der anderen Seite erneut anfangen mussten. Der Loop bot u.a. Harlequin Quail (leichter zu hören als zu sehen), Small Buttonquail (unmöglich zu sehen), Bearded Woodpecker, Crowned Hornbill, Jacobin Cuckoo, Klaa’s Cuckoo, Grey-headed Parrot, African Hawk Eagle (innerhalb des Parks eine der besseren Stellen), Black und Brown-crowned Tchagra, Mosque Swallow (ebenfalls eine der besseren Stellen im Park), Eastern Nicator, alle drei Indigobirds und Golden-breasted Bunting. Wahrscheinlich hatten wir auch einen Olivaceous Warbler (Blassspötter). Einige der von der gängigen südafrikanischen Bestimmungsliteratur als Icterine Warbler (Gelbspötter) deklarierten Spötter können einfach keine Gelbspötter gewesen sein. Wenn es denn war wäre, wäre das der Erstnachweis für den Subkontinent (Dokumentation liegt bei der südafrikanischen Seltenheitenkomission vor)! Doch ohne Foto keine Chance. Da jedoch viele Vogelbeobachter heutzutage eine Digitalkamera haben, hier der Hinweis: In der Spöttersparte (und Fitislaubsängersparte) gibt es unserer Meinung nach recht leicht einen Erstnachweis für einen Subkontinent abzuholen!

- Night Drive: Nächtliche Ausfahrten können bei der Ankunft an der Rezeption gebucht werden und sind ein Muss (Kosten: 75 Rand pro Person). Der Fahrer kannte sich nicht so gut aus und hatte auch wenig Skrupel an Nachtschwalben so schnell heranzufahren, dass man sich diese schwer zu bestimmenden Tiere in der Hand hätte anschauen können, hätten sie sich nicht so schnell von dem Aufprall an der Heckscheibe erholt, nachdem sie durch den offenen Fahrgastraum geflogen sind. Aber es hat sich trotzdem sehr gelohnt: U.a. Barn, African Scops, Spotted Eagle, Verreaux’s Eagle und Marsh Owl , Rufous-cheeked, Fiery-necked und Sqare-tailed Nightjar. Daneben natürlich Elefanten, Zebras, Giraffen, Hyänen, Impalas usw..

- Loop über die S60, S61, H1-8, S58 und H13-1: Diese Strecke soll in den offenen Bereichen recht gut für Greifvögel sein. Wir hatten hier u.a. African Cuckoo (ist fast mit der Windschutzscheibe kollidiert, sonst hätten wir die Unterschwanzdecken nicht so gut gesehen), Tawny Eagle, Martial Eagle und Lesser Kestrel. An den Wasserlöchern können Wasservögel wie die Comb Duck bestaunt werden. Wenn man nach dem Abzweig von der H1-8 auf die H13-1 nicht abbiegt sondern weiter nach Süden fährt, kommt man durch eine niedrige Palmsavanne. Hier hatten wir auf der rechten Seite einen Black Coucal, eine Art die sonst in Südafrika sehr selten aber weiter im Norden (z.B. Okavango) sehr häufig sein kann. Der Balzruf des Weibchens macht fast immer auf die Art aufmerksam: „popp-popp popp-popp popp-popp“ oder „ko-kock ko-kock ko-kock“. Ansonsten hatten wir am Dzundzwini Look-out Point einige Mosque Swallows. Mit dem Arnot’s Chat in den Mopane Wäldern entlang der H13-1 hatten wir weniger Glück.

Umgebung vom Shingwedzi Camp:

- Die großen Mopane Busch/ Grasland Ebenen nördlich von Shingwedzi entlang der H1-7 halten typische Offenlandarten wie Ostrich, European Roller, Magpie Shrike, Southern White-crowned Shrike oder Little Bee-eater bereit. Hier finden sich auch größere Wildtierkonzentrationen. Auf den Giraffen, Gnus, Zebras usw. sollte man auf Red-billed Oxpecker achten. Auf Büffeln sind auch die selteneren Yellow-billed Oxpecker zu finden. An der Straße passiert man eine westlich der Straße liegende Quelea-Kolonie (der zahlreichste Vogel der Welt). Schon unterwegs werden einem die großen Sperlingstrupps auffallen. Die Kolonie umfasste sicherlich mehrere Millionen Vögel und war ca. 1 km lang und 0,5 km breit. Man sieht von den Nestern in den Dornbüschen nicht viel, da die Kolonie recht weit von der Straße entfernt liegt. Aber im Hintergrund wird man das Piepsen tausender Vögel hören. Im Umkreis einiger Kilometer um diese Kolonie war die Luft mit Greifen und Störchen gefüllt, die sich an den Jungvögeln gütlich taten. So konnten wir hier einige Black Storks (hier nicht so häufig), einige 100 White Storks, weit über 100 Marabous, den Gabar Goshawk, wenige Lapped-faced und White headed Vultures, wenige Steppe Eagles und weit über 1000 Lesser Spotted Eagles (das sind knapp 13% der Weltpopulation!) beobachten.

- Wenn man zum Shingwedzi Camp fährt, sollte man es sich nicht nehmen lassen, die Brücke (low level bridge) über die S 135 zu nehmen. Diese war überflutet aber gerade noch mit einem normalen PKW befahrbar, nachdem wir die Krokodile zur Seite gehupt hatten. Am Wasser standen Yellow-billed Storks, Saddle-billed Storks, African Openbills, Woolly-necked Storks und der Hamerkop. Im Camp selbst sollen Red-headed Weaver in den Hütten brüten. Ihre Nester werden von Cut-throated Finches folgegenutzt. Leider war von diesen nicht viel zu sehen. Auch die Collared Palm Thrush, ein Vogel, der in Südafrika eigentlich nicht vorkommt, ließ sich nicht blicken. Er wurde von anderen Beobachtern (auch am Vortag) in den Palmen auf der Verkehrsinsel nahe der Rezeption/ Tankstelle beobachtet.

- Zum Letaba Camp sind wir über die S 50 und H 1-6 gefahren. Unter den verschiedenen Pfannen, die man anfahren kann waren Grotvlei und Nshawu Wasserpfannen entlang der S 50 sehr gut. Hier konnten wir u.a. Lesser Jacana (eine Rarität für den Park), Marsh Sandpiper, Montagu’s und Pallid Harrier, Lanner Falcon und Collared Pratincole beobachten. In den Wasserflächen stehen oft abgestorbene Bäume die eigentlich immer eine Kolonie des Red-billed Buffalo Weaver beherbergen.

Letaba:

- Das Letaba Camp gehört unter den Camps, die wir kennengelernt haben, zu den schönsten und das liegt sicherlich nicht nur an einem Leoparden, der direkt vor dem Camp die Straße kreuzte. Wir hatten eine Hütte (Aircondition, Bad, Kühlschrank usw.) direkt am Fluss gemietet. Abends konnte man Flusspferde, Wasserböcke, Giraffen und andere vom Grillplatz (Braai) der Hütte aus beobachten. Die parkartige Struktur des Camps schien einen Morgenspaziergang lohnend zu machen. Bis auf sehr zahme Buschböcke gab es jedoch nicht allzu viel zu sehen.

- Wenn man etwas Zeit am Letaba Camp hat, sollte man zum Engelhard Damm fahren. Wir sind ihn südlich entlang gefahren. Dort hatten wir u.a. Dusky Larks: Wenn man von der S 94 auf die S 46 kommt, fährt man über einen kleinen Höhenrücken, dessen Bodenvegetation zum Zeitpunkt unseres Besuches abgebrannt war. Dort konnten wir zwei der schönen Lerchen beobachten.

Satara:

- Die S 90 nördlich von Satara ist recht gut für Graslandarten wie die Flappet Lark.

- An der H 1-3 südlich von Satara nahe der Wasserpfanne Kumana gibt es einen Loop zu einem Baobab Baum (weiter nördlich häufiger). Neben dem beeindruckenden Baum gab es u.a. einen Brown Snake Eagle zu sehen.

Skukuza:

- Die Leeupan an der H 1-2 nördlich von Skukuza ist ziemlich zugewachsen. Hier konnten wir u.a. Allen’s Gallinule und eine Dwarf Bittern beobachten. Dieser Vogel ist in Wirklichkeit viel schöner als im SASOL Guide abgebildet.

- Das Skukuza Camp selbst ist riesig mit eigenen Restaurants, Supermarkt (vor dem Eingang unter den Dachüberhang schauen: dort ist ein Flughundschlafplatz), Flugplatz, Verwaltung usw. . Uns hat der Campingplatz nicht sonderlich überzeugt. An dem Fluss stehen Feigenbäume, in denen wir zahlreiche African Green Pigeons beobachtet haben. Am Fluss konnten wir unter anderem Lesser black-winged Plovers beobachten. Nahe dem als Bahnhof gestalteten Restaurant und im Flusswald waren rufende Verraux’s Eagle Owls zu hören/ zu sehen. Dort auch ein Shikra.

- Wer die Night Drives in Punda Maria oder Mkuze kennt, wird vielleicht von dem Night Drive in Skukuza enttäuscht sein. Wir waren insgesamt ca. 30 Leute in zwei Wagen. Vögel gab es wenig zu sehen. Dafür das einzige Löwenrudel dieser Südafrika Reise bedrängt von unseren Night Drive Fahrzeugen: Wir waren bis auf wenige Meter an die dösenden Tiere herangefahren.

- Westlich von Skukuza, wenn man von der H 11 auf die S 42 fährt, gelangt man zur Plant Nursery (Baumschule). Die Baumschule zieht zahlreiche Waldlandarten wie Cardinal Woodpecker, Red-capped Robin-Chat, White-bellied und Collared Sunbird an. Vor der Baumschule liegt am Lake Panik ein Bird Hide der es auf jeden Fall wert ist, angefahren zu werden. Hier gab es unter anderem Bronze Manakin, Georgous Bush-Shrike, Malachite Kingfisher, Bearded Scrub Robin und Long-tailed Cormorant zu sehen.

- Die S 3 entlang des Sabie River ist gut für eine Morgenexkursion geeignet. Wald- und Busharten wie Grey-headed Kingfisher (die Kingfisher sind im SASOL Guide schlecht abgebildet), Bearded Woodpecker, European Marsh Warbler, Pale Flycatcher, Southern Boubou, Retz’s Helmetshrike, Grey-headed und Georgous Bush Shrike sind gut vertreten.

Crocodile Bridge:

- Die S 28 nördlich von Crocodile Bridge ist gut für Graslandarten wie Rufous-naped oder Flappet Lark. Hier hatten wir auch unsere ersten Breitmaulnashörner. Wenn man von der H 4-2 von Norden kommend auf die S 28 fährt, durchquert man bald eine feuchte Senke. An einem nebeligen Morgen hatten wir hier unseren einzigen Flufftail der Reise: einen rufenden Red-chested Flufftail.

- Das Crocodile Bridge Camp selbst ist schön angelegt und gut für „Waldarten“ wie Golden-rumped Tinkerbird, Bearded Scrub-Robin oder Ashy Flycatcher.

- Am Hippo Pool wird man von einem Ranger, der normalerweise unter einem Baum kurz vor dem Ende der Straße auf vorbeikommende Touris wartet an den Crocodile River geführt. Dort sind Flusspferde aus nächster Nähe zu beobachten. Sollte man sich nicht entgehen lassen. Auf der gegenüberliegenden Seite endet der Park. Dort liegen weite Zitrusplantagen hinter einem Zaun: Nach über 300 km vorbei mit der Wildnis.

Berg-en Dal:

- Die Umgebung des Berg-en-Dal Camps ist sehr hügelig (Graniterhebungen). Landschaftlich sehr reizvoll. Neben weiteren Nashörnern gab es u.a. Brown-headed Parrot, Great-spotted Cuckoo (2 juv. von Greater blue-eared Starlings gefüttert), Flappet Lark und Grey-headed Bush Shrike zu sehen. Wir sind den Loop H 3, S 110, S 120 gefahren. Auf dem Rückweg an der S 112 (nahe Stevenson-Hamilton Picnic Site südlich Skukuza) ein Bronze-winged Courser und eine Pearl-spotted Owlet.

- Das Berg-en-Dal Camp selbst ist schön bewaldet. Dort konnten wir Sombre Greenbul und Scarlet-chested Sunbird beobachten. Hinter dem Supermarkt und weiteren Gebäuden liegt ein Staubecken. Da wir in der Mittagshitze dort waren, gab es nur wenige Arten wie z.B. einige Schwalbenarten zu sehen.

 Wakkerstroom

(155 Arten an 3 Tagen beobachtet) 

Das Gebiet um das Nest Wakkerstroom ist bekannt für das Vorkommen fast aller der auf die hoch gelegenen Grasländer des Drakensberg Bogens beschränkten Arten. Die Landschaft ist fast baumlos, hügelig und von natürlichen Grasländern bedeckt. Sie liegt auf rund 1700m NN.

Unterkunft: Es gibt mehrere Campingmöglichkeiten. Wir sind als einzige Gäste auf dem gut ausgestatteten Campingplatz der Station von BirdLife South Africa untergekommen: 50 Rand p.P./Nacht (http://www.birdlife.org.za/Wakkerstroom/wakkerstroom.cfm). Man findet die Station, indem man von Wakkerstroom nach Süden Richtung Volksrust fährt. Hinter dem Feuchtgebiet weist ein Bird Life Schild Richtung Station nach rechts. Die Station liegt am Westrand des Wakkerstroom Feuchtgebietes (Wakkerstroom liegt am Ostrand). Es gibt auch einige Pensionen in dem Ort. Unser Campingplatz hatte den Vorteil, dass man direkt von dort zu einem guten Beobachtungsstand ins Feuchtgebiet gehen konnte (morgens kein Zeitverlust wenn man auf Flufftailsuche ist). An der Station können auch exzellente Guides genommen werden.

Info: Als erstes sollte man sich den Wakkerstroom Bird & Nature Guide von Warwick & Tarboton zu Gemüte führen. Er ist über die Wakkerstroom Natural Heritage Association unter P.O. Box 289, Wakkerstroom 2480 zu beziehen oder im Wild Turkey curio shop in Wakkerstroom zu kaufen. Zur Reisevorbereitung stelle ich auch mein Exemplar zur Verfügung, jedoch sollten die Autoren schon von ihrem Werk profitieren, weshalb ich darum bitte, das Heft auch zu kaufen. Ein weiteres empfehlenswertes Heft heißt: „The birds of the Wakkerstroom district of South Africa“ von Warwick Tarboton.

Weitere Infos: http://www.sabirding.co.za/birdspot/080606.asp oder auch von John McAllister (mcallister@vlr.dorea.co.za).

Birdwatching: Als uns ein Guide angeboten wurde, um die endemischen Arten zu finden, haben wir geantwortet, dass wir es erst einmal selbst probieren wollen, worauf uns ein „Versucht-es-doch-Lächeln“ entgegengebracht wurde. Nach einem vollen Tag kamen wir mit 1,5 von den gesuchten Arten wieder, worauf wir sofort einen Guide genommen haben. Der Guide war für das Gebiet hervorragend ausgebildet und kostete kostete 15 Rand pro Person und Stunde (aber mindestens 40 Rand pro Stunde). Er gab uns am Abend die abgehakte Wunschliste wieder. Mit Hilfe des Guides haben wir u.a. Barrow’s Korhaan (vom Southern White-bellied Korhaan abgetrennt), Black-bellied Bustard, Eastern Clapper Lark, Rudd’s Lark (aus hohem Gras auf Fußballfeld getrieben), Botha’s Lark, Bush Blackcap, Barratt’s Warbler, Pale-crowned Cisticola und African Rock Pipit abgehakt. Er hat uns dann für den nächsten Tag erfolgreich gute Tipps für Red-throated Wryneck und Eastern Longbilled Lark gegeben. Wir würden also unbedingt die Anmietung eines Guides empfehlen, wenn man mit einer möglichst kompletten Artenliste nach Hause fahren möchte.

3 Tage waren für das Gebiet gerade so ausreichend.

Es gibt auch einige Stellen und Arten, für die man keinen Guide braucht. Bei der Beschreibung beziehe ich mich auf die gebräuchliche Karte aus dem Wakkerstroom Bird & Nature Guide:

- Wakkerstroom selbst ist eine gute Stelle für den Red-throated Wryneck. Der Vogel ist in den frühen Morgenstunden leicht mit einem Rekorder anzulocken. Eine gute Stelle sind die Gärten rund um den zentralen Platz um die Kirche. Wir hatten ihn in der Wohnsiedlung östlich der Hauptstraße: Wenn man von der Amersfoort-Wakkerstroom Straße in Wakkerstroom an die Hauptstraße kommt, fährt man rechts und die nächste wieder links, die nächste wieder rechts (hier schon die Leitungen und Baumspitzen absuchen). Auf der rechten Seite sollte eine Baulücke/ offene Grasfläche sein auf der ein toter Baum steht. Hier hatten wir den Vogel. Sonst fährt man dann nach links einmal um den Block und versucht es dort (2. Parallelstraße östlich der Hauptstraße).

- Das Wakkerstroom Feuchtgebiet westlich des Ortes zählt zu den größten seiner Art in Südafrika. Es ist weitgehend mit Rohrkolben zugewachsen. Aber auch offene grasige Bereiche existieren. Mindestens 3 Stellen sollten angefahren werden: 1. Wenn man von der Hauptstraße in Wakkerstroom auf die Straße nach Amersfoort fährt, kommt man kurz hinter der Siedlung durch das Feuchtgebiet. Hier und an der nächsten Möglichkeit nach links hatten wir u.a. Black-headed Heron, Purple und Black-crowned Night Heron, verschiedene Enten, Purple Gallinule, African Rail, Grey Crowned Crane und African Sedge Warbler. 2. Die Straße von Wakkerstroom nach Volksrust führt durch den südlichen Teil des Gebietes. Stopps könnten Gewinne in der Flufftail und Eulensparte bringen. 3. Der Bird Hide an der Bird Life Station ist sehr lohnend. Schon auf dem Weg dorthin sollte man auf Pale-crowned Cisticolas (gehen einem leicht durch die Lappen, obwohl sie hier häufig sind) und Marsh Owls achten. An dem Hide hatten wir auch Grey Crowned Cranes, ein Lesser Moorhen, African Marsh Warbler und andere. Die Stelle ist als eine der besseren Plätze für den White-winged Flufftail bekannt. Dieser Vogel ist extrem heimlich (Zwerg- und Kleinralle sind ein Witz dagegen) und extrem lokal verbreitet. Vorsicht!: Der Ruf kann leicht mit dem vom Grey Crowned Crane verwechselt werden. Im gesamten Gebiet sind an jeder Ecke männliche Long-tailed Widowbirds mit ihren unglaublichen Schauflügen beschäftigt während Hunderte Amur Falcons in der Luft sind.

- Einige Aspekte des Groenvlei Circles: Man verlässt Wakkerstroom über die Utrecht Strasse nach Süden (im Nordosten der Stadt). Nach wenigen Kilometern kommt nach links der Abzweig Richtung Paulpietersburg (auf dem Weg dorthin Ground Woodpecker gesehen). Wenn man diese Straße hineinfährt, kommt man nach einigen Metern auf die erste Kuppensituation, hier hat man sehr gute Chancen Yellow-breasted Pipits zu sehen. Wir hatten dort zwei Männchen im Singflug. Auch Cloud Cisticola soll dort sein. Wenn man weiter fährt kommen links steinbedeckte Kuppen. Hier kann man Sentinel Rock-Thrushes sehen. Auf den Kuppen kommt auch die Eastern Long-billed Lark vor (gute Stelle für die Art). Mit dem Tape haben wir sie auf 2 Meter angelockt. Man braucht das Tape nur wenige Male abspielen. Meist kommt sie dann in hohem Bogen vom Berg herangeflogen. Auch Red-winged Francoline konnten gehört werden. Zwischen den Kreuzungen A6 und A3 hatten wir rund 120 Southern Bald Ibises.

- Die Brücke über den Abfluss hinter dem Zaaihoek Damm: Man verlässt Wakkerstroom nach Süden über die Straße nach Newcastle, fährt entlang des Stausees (landschaftlich schön) und kommt vor der Staumauer über eine Brücke, die über den Abfluss des Stausees führt. Wir hatten hier u.a. African Black Duck, Jackal Buzzard, Mountain Chat, Buff-streaked Chat und Wailing Cisticola.

- Einige Aspekte der Straße zwischen Wakkerstroom und Amersfoort: Entlang dieser Straße führen einige Wege nach links (wenn man von Wakkerstroom kommt). Wir konnten hier folgende Arten beobachten: Blue Crane zwischen E4 und E5; Blue Korhaan zwischen E2, E8, E7, E6, E5 und E4 mehrfach; Botha’s Lark zwischen F7, E7 und E6. Auch die Strecke zwischen F6 und E5 soll gut für diese Lerche sein. Für Rudd’s Lark wird die Strecke zwischen C2 und E4 an der Amersfoort Straße empfohlen.

 Mkuze Game Reserve

(187 Arten in 3 Tagen)

Das relativ kleine Mkuze Game Reserve gehört zu den 10 besten Vogelbeobachtungsgebieten im südlichen Afrika. Über 450 Arten wurden registriert. Der Grund liegt in der Vielfältigkeit des Gebietes. 2 bis 5 Tage werden empfohlen.

Unterkunft: Wurde vorgebucht: http://www.ecoafrica.com/NATALPKS/mkuzibook.htm . Für südafrikanische Verhältnisse teuer aber gut. Wir hatten eine Tented Safari Unit (170 R p.P./ Nacht = ca. 17€) . Das ist so eine Art fest installiertes Zelthaus mitten im Busch mit Bad und guten Betten. Die Küche ist im Freien unter einem Zeltdach mit allem was man braucht (sogar Mikrowelle). Die Wildnis beginnt direkt hinter der Zeltplane (kein Wildzaun), nach Einbruch der Dunkelheit sollte man den beleuchteten Küchenbereich nicht mehr verlassen. Verpflegung sollte man mitbringen, da die Preise im Park überhöht sind. In dem Ort Mkuze, durch den man bei der Anfahrt fährt, gibt es Supermärkte.

Infos: Sehr brauchbarer Text von Guy Gibbon unter http://www.sabirding.co.za/birdspot/040541.asp Weiterhin gute Hinweise in Keith Taylors Reisebericht: http://www.birdtours.co.uk/tripreports/s_africa/grand-tour/africa.htm. An der Rezeption erhält man gutes Karten- und Infomaterial (z.B. eine Checkliste der Vögel im Reservat).

Birdwatching: Generell kann man sich im eigenen Auto frei im Park bewegen. Der Fig Forest konnte zum Zeitpunkt unseres Besuches jedoch nur mit Guide betreten werden. Night Drives und Game Walks müssen ebenfalls an der Rezeption gebucht werden.

- Der Sand Forest um den Kubube und Kumasinga Hide ist gut für Crested Guineafowl (häufig), African Broadbill (Parkplatz am Kubube Hide: 10 Meter hinter das Toilettenhäuschen in den Busch gehen, Tape abspielen , viel Glück! Wir hatten ihn dort einmal weit weg.), Eastern Nicator (wenn man die Stimme kann, wird man diese Art oft hören), Rudd’s Apalis (sehr leicht zu tapen; z.B. am Parkplatz am Kubube Hide); Georgeous Bush Shrike (wie Eastern Nicator); Neergard’s Sunbird (z.B. an den Blüten am Parkplatz des Kubube Hide) und Pinkthroated Twinspot (Auf dem Weg zum Kubube Hide um 5 Minuten verpasst! In der Bodenstreu schauen.). Wichtig ist früh dort zu sein. Der Kumasinga Hide ist hervorragend zur Beobachtung von Großsäugern geeignet. Hier kann man Mittags gut die heißen Stunden verbringen.

- Nsumo Pan liegt im Süden des Parks und verfügt über einige Beobachtungshütten. Als wir dort waren, stand das Wasser sehr hoch, daher nur offenes Wasser und kaum Ufervegetation. U.a. Pink-backed Pelican (super Stelle für diese Art), Goliath Heron, Blue-cheeked Bee-eater, Bearded Scrub Robin, African Fish Eagle und andere.

- Der Fig Forest ist eine der besten Stellen im Park. Jedoch wurden Touris regelmäßig ihrer Habe beraubt, so dass der Rundweg nur noch mit einem bewaffneten Guide gegangen werden darf. Wenn man zu mehreren ist, könnte man vielleicht eine extra Runde arrangieren, sonst muss man mit dem üblichen Touritrupp durch das Vogelparadies. Dabei hat man kaum Zeit für intensive Beobachtungen. Trotzdem hatten wir Trumpeter Hornbill, White-eared Barbet, Forest Weaver, Yellow White-eye, Square-tailed Drongo und andere.

- Die Loop Road ist eine gute Strecke für Arten der Akazien-Feuchtsavanne. Hier u.a. Lapped-faced Vulture, Scaly-throated Honeyguide, Sabota, Rufous-naped und Flappet Lark, Grey Penduline Tit, Burnt-necked Eremomela, Red-billed Oxpecker und Yellow-throated Petronia.

- Die Udiza Pan im Osten des Parks ist gut für Watvögel. Jedoch gibt es nur eine verlotterte Picnic Site am Westrand. Aber wenn man auf den Tisch steigt, hat man eine gute Übersicht. U.a. Yellow-billed Stork, African Spoonbill, Ringed und Kittlitz’s Plover, Marsh und Curlew Sandpiper, Broad-billed Roller.

- Ein Night Drive ist ein Muss und kann an der Rezeption gebucht werden. Der Fahrer kannte sich sehr gut aus und konnte die Nachtschwalben (ohne Fernglas!) zuverlässig bestimmen. Das gilt auch für Augen, die angestrahlt in der Ferne als Punkte durch die Nacht hüpften und sich immer als das herausstellten was der Fahrer ansagte. So konnten neben einem Leoparden auch European, Fiery-necked und Square-tailed Nightjars beobachtet werden.

- Weg zum Mkuzi River vom Hauptcamp (Mantuma) aus: Man kommt nicht direkt bis an den Fluss, aber man bekommt eine schöne Aussicht auf den Fluss/Flusswald. U.a. ein Crowned Eagle.

- Das Airfield, ein gemähter Grasstreifen, und v.a. das Akaziengebüsch westlich des Airfields und der Straße sind gut für Black-bellied Bustard und Olivetree Warbler, von dem wir einen hervorragend beobachten konnten.

- Nhlonhlela Pan: Ein Camp liegt am Rand der Pfanne. Eigentlich ist es für Besucher, die nicht dort wohnen geschlossen. Aber wir durften auf Nachfrage hinfahren. Am Camp war niemand. Eine Hütte im Camp ist als Aussichtshütte mit Blick auf die weitgehend zugewachsene Pfanne gestaltet. Die Übersicht ist beschränkt. Trotzdem: Pygmy Goose (1,1 + pulli), ein männlicher Cuckoo Hawk und 1,1 Spotted Eagle Owls auf der Rückfahrt.

- Die Straße durch die Hügel direkt hinter dem Eingangstor zum Park ist gut für Greifvögel: Bateleur, Tawny, Lesser Spotted, Wahlberg’s, Martial und Brown Snake Eagle

- Noch ein Tipp zum African Broadbill: Wenn man das Mantuma Camp (Hauptcamp) nach Süden verlässt kommt man an eine Kreuzung: Links sollte es zum Airstrip gehen. Hier fährt man rein. Nach 2-3 Kilometern kommt man in dichten Wald (deutlich von der übrigen Vegetation abgesetzt). Hier hatten wir den Broadbill rufend. Das Zeitfenster, in dem gebalzt wird, ist sehr eng: 5 Minuten vor und 5 Minuten nach Sonnenauf- bzw. –untergang.

Greater St Lucia Wetland Park

(158 Arten in 3 Tagen)

Der Greater St Lucia Wetland Park ist ein riesiges Gebiet um das St Lucia Estuary, zu dem eigentlich auch das Mkuze Game Reserve gehört. Es ist das wichtigste Brutgebiet für (Süß-)Wasservögel in Südafrika mit enormen Ansammlungen von Pelikanen, Störchen und Flamingos. Jedoch ist der größte Teil dieses Gebietes nicht zugänglich, so dass man von diesen Ansammlungen nicht viel sehen wird. Dennoch lohnt sich das Gebiet; nicht zuletzt auch wegen der guten Beobachtungsmöglichkeiten im Wald und Küstenbereich.

Unterkunft: Im False Bay Park haben wir gecampt. Infos unter http://www.rhino.org.za/falsebay_dest.htm oder http://www.natal.co.za/ncoast/wet/falsebay.htm

Ebenso in St Lucia wo es drei Campingplätze gibt. Wir waren auf Sugarloaf. Die Formalitäten müssen wenige Kilometer vor dem Campingplatz an der Verwaltung des Natal Parks Board erledigt werden.

Und in Cape Vidal: http://www.ecoafrica.com/NATALPKS/slucbook.htm

Infos: http://www.natal.co.za/ncoast/wet/stlucia.htm

St Lucia Karte: http://www.guestnet.co.za/kz/seasands_ctgs/Stlmap2.jpg 

Birdwatching: Aufgrund der Größe des Gebietes, werden nicht immer alle Teilbereiche besucht werden können. Im Nachhinein würden wir von den Gebieten, die wir besucht haben, Cape Vidal und St Lucia als die lohnendsten Gebiete bezeichnen.

Weitere Infos unter: http://www.sabirding.co.za/birdspot/040546.asp

False Bay Park:

False Bay Park zeichnet sich durch gute Wandermöglichkeiten aus, so dass man mehrere Tage in diesem Sand Forest Gebiet verbringen könnte. Wegbeschreibungen mit einfachen Karten können an der Rezeption gekauft werden. Ein wesentliches Element der Vogelwelt in den Wäldern ist das Auftreten von Birdparties: Es handelt sich dabei um Vogelgruppen, die aus verschiedenen Arten bestehen und durch den Wald ziehen. Außerhalb dieser Parties ist oft nicht viel los.

Zu den Teilbereichen:

- Nachdem man durch das Eingangstor gefahren ist, bietet das Dickicht rechts und links der Straße und an dem Fahrtweg entlang der Küste (Rocky und Sandy Point) u.a. Long-crested Eagle, Pale und Blue-mantled Crested Flycatcher, Forest Weaver und Grey Waxbill. Auch auf Pink-throated Twinspots sollte man hier achten (haben wir aber nicht gesehen).

- Am ersten Abend haben wir einen Teil des Dugandlovou Trails gemacht (Warburgia Loop). Aber bis auf einen Lizard Buzzard war nicht viel los.

- Am nächsten Morgen haben wir den Mpophomeni Trail gemacht. Der Weg ist als Lehrpfad gestaltet. Mit der Broschüre zu dem Weg (Rezeption) kann man eine sehr interessante Wanderung machen. Unterwegs haben wir einen African Broadbill sehr nahe gehört. Während der Wanderung wurden wir insgesamt vier Mal von Wespen attackiert, an deren Nester wir wohl zu nahe gekommen sind (und das ohne vom Weg abzukommen). Vogelmäßig war es an diesem Morgen eher ruhig (zu diesem Zeitpunkt waren wir aber auch schon sehr verwöhnt). Unter den Säugern waren Red Duiker und Suni interessant. Um die letztere Art zu sehen, ist das Gebiet besonders gut geeignet.

St Lucia:

Dieser Ort sieht aus, als sei er für Touristen gemacht worden. Er liegt am Indischen Ozean (der an dieser Stelle voll mit Haien, Krokodilen und im Brackwasser mit Flusspferden ist). Aus ornithologischer Sicht ist der Besuch dieses Ortes in jedem Fall lohnenswert.

- Wenn man vom Highway 2 bei Mtubatuba nach Süden Richtung St Lucia fährt, kommt man an einigen Gewässern vorbei (die ersten nach ca. 2 km). Dies soll ein verlässlicher Platz für Pygmy Goose und Lesser Jacana sein. Kurz vor der Brücke nach St Lucia kommt man durch große Riedflächen. Hier soll es Yellow und Southern Brown-throated Weaver geben.

- Die Flussmündung ist ein Muss. Sie kann von zwei Seiten eingesehen werden: Wenn man zum Sugerloaf Camping oder Jetty fährt, bis zum Ende vor das Tor des Campingplatzes fahren. Hier rechts ans Wasser gehen und halb links im Blickfeld sollte eine kleine Sandbank sein (bei Flut überschwemmt), auf der wir regelmäßig Pink-backed Pelicans, Terek Sandpiper (zwischen den Mäulern der Krokodile umher rennend), Lesser Crested (nur einmal), Swift, Sandwich, Common und Little Tern hatten. Diese Sandbank und die gesamte Flussmündung ist auch von Nordwesten her einsehbar: Im Ort ganz nach Norden auf die Beach Road fahren. Diese rechts bis an den Strand (von der Straße aus nur Dünen sichtbar) und an der T-Kreuzung rechts bis zu einem Parkplatz mit Toilettenhäuschen fahren. Von diesem Parkplatz aus sieht man in den gleichen Bereich wie oben genannt ein. Das Licht ist hier morgens besser.

- Der Wald im Town Park des Ortes bietet eines der besten Waldbeobachtungsgebiete, dass wir in Südafrika überhaupt besucht haben. 400 Arten wurden bis jetzt in dem kleinen Wald registriert. Der Eingang liegt an einem kleinen Parkplatz ungefähr am Südende der Pelican Street (mehr oder weniger gegenüber der Natal Parks Board Verwaltung nahe dem Baithouse). Wir hatten hier u.a. Lemon und Tambourine Dove, Livingstone‘s Turaco (eine gute Stelle, um diese Art abzuholen), African Emerald Cuckoo, Green Malkoha (Stimme!), Trumpeter Hornbill, White-eared Barbet, Red-fronted und Yellow-rumped Tinkerbird, Black-headed Oriole, Yellow-bellied Greenbul (überall häufig), Red-capped und White-browed Robin-Chat, Brown Scrub-Robin, Rudd’s Apalis, Blue-mantled Crested Flycatcher, Yellow Weaver und Green Twinspot. Am Fluss gibt es einige Mangroven, die im Südwinter gut für den Mangrove Kingfisher sein sollen. Wir hatten hier jedoch nur Flusspferdspuren.

- Eine Bootstour zu den Flusspferden zu machen, gehört in St Lucia zum Pflichtprogramm. Die Sache ist jedoch ziemlich touristisch. Wenn man kein Krokodil oder Flusspferd sieht, bekommt man sein Geld zurück. An Vögeln gab es u.a. Goliath Heron, Livingstone’s Toraco, Blue-cheeked Bee-eater, African Fish Eagle und Yellow Weaver zu sehen. Die Tour kostet rund 80 R (ca. 8 €). Wir haben sie bei folgender Organisation gemacht: http://www.zululink.co.za/. Durchaus zu empfehlen.

Cape Vidal:

Badestrand, guter Dünenwald, Feuchtgrasland, Plantagen.

- Die 35 km lange Straße nach Cape Vidal führt immer wieder über nasse Senken. Hier gibt es u.a. Darter, Squacco Heron und Yellow-billed Egret, White-backed Duck und Black Crake. Wenn man in Cape Vidal übernachtet, kann man auch nachts auf diese Straße fahren und so eigenständig und ohne Zeitdruck einen Night Drive machen, was in den anderen Nationalparken und Wildtierreservaten, die wir besuchten, verboten war. Die Zielart dürfte hier der Swamp Nightjar (Natal N.) sein. Wir hatten diese Art mit Hilfe des Tapes gefunden. Gerufen hat diese Nachtschwalbe nur kurz nach Dämmerungsbeginn. Die Stelle, an der wir den Vogel fanden war zirka 15 km nördlich des Eingangstores. Prinzipiell sind aber wohl alle sumpfig/ grasigen Vertiefungen entlang dieser Straße wert, aufgesucht zu werden. Die Straße ist auch der beste Platz in Südafrika für die seltene und schwer zu sehende Pink-throated Longclaw und den Souhtern-banded Snake-eagle (wir sahen beide nicht).

- Ungefähr in der Mitte zwischen St Lucia und Cape Vidal gibt es einen Trail nach Westen zu zwei Beobachtungsständen an zwei Pfannen (Mfazana Pan): den Mfabeni Trail. Alle Trails im Park müssen auf eigene Verantwortung gegangen werden, denn kürzlich wurden rund 14 Elefanten im Gebiet ausgesetzt, weshalb die Wege offiziell nicht mehr betreten werden dürfen. Wir sind dann letztendlich vor einem Flusspferdbullen geflüchtet, der uns zu nahe kam. Bis dahin aber so nette Arten wie Woodward’s Batis oder Green Malkoha. Hin und zurück kann man gut zwei Stunden rechnen.

- Das Camp in Cape Vidal ist sehr gut für eine Morgenexkursion geeignet (besonders der Campingplatz). Einige sonst seltenere Arten sind hier häufig: Crested Guineafowl, Woodward’s Batis, Brown Scrub-Robin, Grey, Eastern Olive und Purple-banded Sunbird. Außerdem lohnt es sich etwas über den Federrand hinauszuschauen und sich eine Schnorchelausrüstung zu leihen, auch wenn diese nicht in bestem Zustand ist. Hinter dem vorgelagerten Riff lässt es sich hervorragend und ziemlich Hai-sicher schnorcheln! Die Trails waren wegen der ausgesetzten Elefanten geschlossen oder nur mit einem Führer zu begehen.

  Richards Bay

Richards Bay ist einer der größten Industriehäfen Südafrikas. Das Gelände ist riesig und touristisch nicht besonders reizvoll. Es ist dennoch ein sehr guter Platz, um Watvögel und Wasservögel allgemein zu beobachten. Im Prinzip gibt es zwei gute Beobachtungsstellen, die wir besucht haben: 

- Schlickflächen im Hafengelände: Von der R 34 nimmt man von Mtunzini kommend (von Süden also) den ersten Abzweig Richtung Richards Bay (Hafen) nach rechts. Kurz darauf gelangt man zu einem Checkpoint. Hier sagt man, dass man weit gereist ist nur um hier Vögel zu beobachten (am besten einen unbedarften ornithologisch interessierten Touri spielen). Dann wird einem gesagt, wo man Vögel beobachten kann, was aber nicht die interessanteste Stelle ist. Man fährt die Straße weiter bis man über eine Brücke fährt, an der die Straße links abknickt. Das Stück hinter der Kurve heißt Berm Wall. Die Mangroven rechts der Straße bedecken einst freie Schlickflächen. Wenn man hier einen Einblick haben will muss man durch sie hindurchlaufen, was den Aufwand wert sein soll. Wir haben jedoch darauf verzichtet. Am Ende des Berm Wall knickt die Straße wieder links ab. Wenn ich mich richtig erinnere, muss man an der zweiten Brücke hinter dem Knick nach links abbiegen. Man kommt dann über Bahngleise und biegt dann nach rechts ab. Vor sich auf der linken Seite sieht man dann Kohlelagerstätten. Vor diesem Kohlelager führt links ein Sand-/Schotterweg an das Ufer. Von hier aus hat man gute Sicht auf Schlickflächen. Wir hatten hier unter anderem Greater und Lesser Sand Plover (Wüsten- und Mongolenregenpfeifer). Es sollte nicht verschwiegen werden, dass wir insgesamt drei mal von Sicherheitskräften aufgesucht worden sind. Die Polizei hat die Tasche durchsucht. Als sie erst mal gecheckt hatten, dass wir keine Spione waren, waren sie sehr freundlich. Auf jeden Fall keinen Fotoapparat zum Beobachten aus dem Auto nehmen!

- Eine weitere lohnende und weniger problematische Stelle ist die Thulazihleka Pan. Es ist eine Süßwasserpfanne mit viel Schilf (u.a. Little Bittern, viele Reiher, beide Pelikanarten, Lesser Jacana, verschiedene Limis, Black-backed Cisticola, Southern Brown-throated Weaver, Yellow Weaver, Blue-billed Firefinch und andere). Man erreicht sie wie folgt: Von Süden auf der R 34 kommend fährt man über die ersten drei Ampelkreuzungen. An der vierten Ampelkreuzung fährt man rechts in die Medway Street. Nach rund 1,5 km taucht vor einem der bewachte Eingang zum Hafengelände auf. Davor sollte nach rechts eine sandige Schotterpiste entlang eines Zaunes abgehen. Diese fährt man hinein. Nach einiger Zeit kommt man an das Ende des Sees, der auf der rechten Seite der Piste liegt. Hier sollte man einen freien Blick auf die Wasserfläche haben. Ganz am Ende des Sees führen Förderbänder auf die gegenüberliegende Seite. Hier lohnt es sich unter den Förderbändern am Ufer entlangzugehen (Tipp eines Hafenarbeiters). Immer wieder eröffnen Sich Blicke zwischen dem Schilf auf das Wasser. Wegen der Krokodile Abstand vom Wasser halten!

 Mtunzini

(51 Arten an einem Beobachtungstag)

Das schöne Städtchen Mzunzini liegt südlich von Richards Bay am Indischen Ozean. Es ist unter Ornis für das Vorkommen des Palm-nut Vultures bekannt. Aber auch das Umlalazi Nature Reserve bietet einige Beobachtungsmöglichkeiten.

Infos: http://www.mtunzini.co.za/  http://www.kznwildlife.com/Umlalazi_dest.htm

Birdwatching:

- Das Raffia Palm Monument dürfte in Südafrika der einfachste Platz sein, um den Palm-nut Vulture zu sehen. Wenn man durch die Palmen wandert (was sehr schön ist) wird man den Geier wahrscheinlich nicht sehen. Unser Eindruck ist, dass es am Besten ist, den Wald von außen anzuschauen und auf die Geier, die gerne auf Baumspitzen oder in den Palmen sitzen zu achten. Man erreicht die Stelle von der N2 Abfahrt Mtunzini, indem man zunächst in den Ort Mtunzini hineinfährt (Hely Hutchinson Road). Diese Hauptstraße macht im Ort einen Knick nach links (am Post Office). Nun kommt man an einigen Shops auf der linken Seite vorbei. Hinter dem Bowling Club und vor der St Mary’s Kirche fährt man nach rechts in die Hulley Ave (2. Möglichkeit nach rechts nachdem die Hauptstraße den Knick nach links gemacht hat). Diese führt nach zwei 90° Kurven über Bahngleise. Hinter der Brücke über die Bahngleise kommt rechts eine Palmenallee durch offene Felder in Sicht. Von hier aus kann man bereits die Waldränder nach dem Geier absuchen. Ansonsten fährt man rechts in die Schotterstraße entlang der Palmen und sucht weiter die Palmen und die Waldränder ab. Das Raffia Palm Monument liegt jetzt auf der rechten Seite hinter dem Feld. Die beste Zeit ist früh morgens oder Abends. Der Geier ist recht scheu (wir haben es nie geschafft ein Spektiv aufzubauen, bevor er verschwunden ist). Das Monument selbst erreicht man, wenn man die Piste weiter fährt.

- Zum Eingang des Umlalazi Nature Reserves gelangt man, indem man dort wo man rechts in die Palmallee eingebogen ist, geradeaus weiterfährt. Nach dem Eingang fährt man zunächst geradeaus und biegt auch später nicht rechts ab, sondern bleibt auf der Straße, bis man zu einem Parkplatz am Umlalazi River kommt. Von diesem Parkplatz aus haben wir versucht nach rechts zur Flussmündung zu laufen, was uns aber aufgrund der zugewachsenen Wege nicht gelungen ist. Nach links geht es zum Mangrove Trail, der sich durchaus lohnt (Schlammspringer, Winkerkrabben und Malachite Kingfisher). Auf der gegenüberliegenden Flussseite gibt es ebenfalls einen Mangrovengürtel vor dem kleine Schlammflächen frei liegen. Hier gab es einige Watvögel wie Curlew Sandpiper oder Kittlitz’s Plover zu sehen. Die Mangroven sollen auch gut für den Mangrove Kingfisher sein. Wenn man von dem Parkplatz die Straße zurück fährt und die nächste Möglichkeit links nimmt, kommt man nach kurzer Zeit auf einen großen Parkplatz, den man überquert und eine Schotterpiste bis zum Ende fährt. Von hier aus kann man an den Strand und nach links auch die wenigen Kilometer bis zur Flussmündung laufen, was sich aber nicht besonders gelohnt hat, da dort - außer einigen Kittlitz Plovern - keine Limikolen waren. Es muss gesagt werden, daß sich das Umlalazi Nature Reserve für uns - am Ende unserer Reise - eigentlich überhaupt nicht gelohnt hat.

Dlinza und Ongoye Forest

(74 Arten in 2 Tagen)

Unterkunft: Zululand Backpackers Lodge in Eshowe: Nach meinem Geschmack etwas zu einfach, dafür aber billig. Vielleicht sollte man sich im angegliederten Hotel einmieten. Wir waren alleine, die Freilandduschen waren warm, es gab keine Moskitos. Infos: http://www.eshowe.com/backpack.html

Dlinza Forest:

Infos: http://www.eshowe.com/index.htm und http://www.sabirding.co.za/birdspot/040539.asp und vor allem: http://zbr.co.za/boardwalk/

Birdwatching: Der Wald liegt in der Stadt Eshowe und umfasst 250 ha Primärwald. Der Eingang zum Besucherzentrum, von dem aus man in den Wald gelangt, befindet sich an der Kangela Street im Norden des Waldes gleich neben der High School (einfache Karte unter http://zbr.co.za/boardwalk/dlinza-map.htm). Nachdem man den Eintritt bezahlt hat (Normalpreis 20 R), bekommt man einen Guide gestellt, der einen auf den Boardwalk begleitet. Es handelt sich um eine Holz- und Stahlbrücke zu einem 20 m hohen Beobachtungsturm, von dem aus man einen tollen Blick auf die Baumkronen des Waldes hat. Am Besten, man sagt dem Guide gleich, dass man Birdwatcher ist und welche Arten man sehen möchte. Der Guide hat uns daraufhin als kostenloses Extra zu einer rufenden Eastern Bronze-naped Pigeon und einem Paar der Spotted Ground Thrush am Nest geführt. Weitere interessante Arten waren Olive Woodpecker, Trumpeter und Crowned Hornbill, Chorister Robin-Chat, Eastern Olive Sunbird, Square-tailed Drongo und Purple-crested Turaco. Zwischen September und April ist die Einrichtung ab 6:00 Uhr und sonst ab 8:00 Uhr geöffnet. Früherer Eintritt kann unter boardwalk@zbr.co.za oder telefonisch unter +35 474 4029 arrangiert werden.

Ongoye Forest:

Info: http://www.sabirding.co.za/birdspot/040544.asp Vorsicht bei der Wegbeschreibung! Lieber der unten beschriebenen folgen!

Birdwatching: Dieses wunderschöne und abgelegene Waldgebiet liegt in der Nähe von Mtunzini. Es ist der einzige Platz in Südafrika, um den Green Barbet zu sehen, der hier mit einer auf diesen Wald beschränkten Unterart vertreten ist. Die Anfahrt ist eigentlich auf den letzten Kilometern nur für Allradantrieb geeignet. Die Zufahrt war aber frisch abgeschoben, so daß zumindest der Anfang auch für einen Corsa befahrbar war. Zum Schluss wurde der Weg aber doch sehr rau, was den Wagen sicherlich zwei Jahre seiner Lebenszeit gekostet hat... . Man erreicht das Gebiet ab Mtunzini über die alte Straße nach Norden in Richtung Empangeni (beginnt an der Mtunzini Abfahrt der N2.). Ungefähr 4 km nördlich des Forest Inn geht eine Schotterpiste vor einer alten Tankstelle (diese wurde gerade abgebaut, als wir dort waren; kann in der Zukunft also schon weg sein) nach links ab. Hier den Tachometer auf Null stellen. Der Straße 4,5 km folgen, dann nach rechts auf die D1554. Diese Straße 8,9 km fahren. Kurz nach der Manzmnyama School nach rechts auf eine schmale Piste (ab hier wird’s rau). Wenn sich die „Straße“ zum ersten Mal gabelt: den linken und beim zweiten Mal: den rechten Weg immer bergauf nehmen. Man kommt an einem kleinen Bach, der in einem Wäldchen über den Weg fließt vorbei. Hier hatten wir eine Mountain Wagtail (Long-tailed W.). Noch weiter bergauf kommt man an einigen felsigen Bereichen vorbei. Hier gab es Striped Pipits und auch Plain-backed Pipits sollen da sein. Black-rumped Buttonquails haben in dem Gras fast auf der Kuppe gerufen. Wenn man fast auf der Kuppe ist, führt der Hauptweg geradeaus Wald. Ein kleines, grünes Schild weist nach rechts auf das Office hin. Die Fahrspur nach rechts ist fast völlig im Gras versteckt und kaum noch sichtbar, führt aber in einer Rechtskurve nach zirka 300m zu dem Office. Das Office ist das linke Anwesen, dass man hinter der Kuppe erblickt. Wir waren zu früh dort und wurden von einem Guide mit Maschinenpistole begrüßt. Aber sehr nett die Leute. Wir waren wahrscheinlich die einzigen Gäste des Tages. Danach fährt man die Graspiste zurück, parkt an der Kreuzung und geht geradeaus (nicht dem Hauptfahrweg in den Wald folgend) den Berg weiter hinauf. Dabei hält man sich halb rechts. Zunächst ist rechts und auf der Kuppe Wald. Zwischen diesen beiden Waldstücken ist eine Lücke, durch die man nach rechts auf den Hauptwald blicken kann. Hier geht man die Wiese hinunter und kommt auf einen Querweg. Diesen geht man nach links und gelangt so in den Wald. Die ersten 2-3 Kilometer sind die interessantesten. Man muss also nicht allzu weit gehen. Zu den gesichteten Arten: U.a. Green Barbet (nicht selten, aber die Stimme sollte man kennen; hört sich oft weiter an, als er wirklich ist, wir hatten gute Sicht auf ein rufendes Männchen); Trumpeter Hornbill (sehr häufig); African Emerald Cuckoo, Eastern Bronze-naped Pigeon (der Ruf ist der Schlüssel zu dieser Art), Lemon Dove, African Crowned Eagle (im laut trillernden Wellenflug über dem Wald), Grey Cuckooshrike, Blue-mantled Crested Flycatcher, Gorgeous Bush Shrike, Chorister Robin-Chat (der Ruf ist nicht vom Red-capped Robin-Chat zu unterscheiden, da sich die beiden Arten imitieren; jedoch sind singende Vögel tief im Wald fast immer Chorister Robins; wir haben ein Tier gut gesehen), Brown Scrub-Robin, Yellow-streaked Greenbul (ein anderer sehr lokal verbreiteter Brutvogel; im Ongoye Forest nicht selten; die Stimme muss man kennen; auf Guy Gibbons Kassetten ist auch der Ruf der Art aus dem Ongoye Forest zu hören; nur diesen Ruf braucht man sich anhören, denn genau so rufen sie) und Eastern Olive Sunbird.

Namibia

Info: http://www.sabirding.co.za/birdspot/prov10.htm 

Windhoek

(52 Arten an 2 Tagen)

Unterkunft: Rivendell Backpackers: http://www.rivendell-namibia.com sehr empfehlenswert (13,5 € für das Doppelzimmer pro Nacht mit Gemeinschaftsbad)

Info: http://www.sabirding.co.za/birdspot/100810.asp 

Internationaler Flughafen bei Windhoek

Für jeden, der hier - so wie ich – einen Tag warten muss ein paar Tipps: Die Segler, die um einen herumfliegen, wenn man aus dem Flugzeug steigt sind v.a. African Palm Swifts, die in den Palmen am Flughafen brüten. Der Flughafen ist absolut in die Pampa gebaut, so dass man getrost das Gebäude verlassen kann, um etwas abseits Vögel zu schauen. Zunächst kann man nach links zu einem modernen aber leer stehenden Gebäude mit Glasfassade gehen. Hier gibt es an den Blumen Marico Sunbirds und in den Palmblättern sollte man mal einen Blick auf die Nester der African Palm Swifts werfen. Hinter dem Gebäude brüten African Cliff Swallows an einer Wand. Wenn man nun der Straße nach rechts folgt (sie umrundet einen großen Parkplatz), kommt man an Garagen von zwei oder drei Autovermietungen vorbei. Hinter diesen (die Straße verläuft nun wieder Richtung Flughafen) kommen links größere eingezäunte Tanks. An diesen brüten sehr viele Little Swifts. Hier kann man das kleine Stück entlang des Zaunes in die Dornsavanne gehen, bis erneut ein Zaun den weiteren Weg versperrt. Hinter diesem Zaun konnte ich u.a. balzende Northern Black Koorhaans und einen Lesser Grey Shrike beobachten. Ansonsten bietet die Savanne hier u.a. Diederick Cuckoo, Burchell's Starling, Swallow-tailed Bee-eater, Melba Finch und Black-faced Waxbill.

Hoffmeyr Walk:

Der Hoffmeyr Walk ist ein Wegesystem an dem Hang, der Klein Windhoek vom Rest der Stadt trennt. Es soll ein guter Platz sein, um den White-tailed Shrike zu sehen. Ich hatte dort u.a. Rockrunner (Ruf!), African Barred Warbler, und Chestnut Weaver. Der Weg beginnt in der Nähe der großen Wassertanks kurz hinter der Kuppe (vom Stadtzentrum aus gesehen), auf die die Anderson road führt. Vom Stadtzentrum sind es rund 10 Minuten zu Fuß. Mir wurde berichtet, dass es zuweilen ein Sicherheitsproblem entlang des Weges gibt. Zwar steht am Anfang des Weges eine Telefonnummer, die man anrufen kann, wenn man sich unsicher fühlt; ich würde jedoch nicht darauf vertrauen und besser keine Wertsachen mitnehmen. 

Stadtzentrum: 

Es gibt kaum einen einfacheren Platz als das Stadtzentrum von Windhoek, um Bradfield's Swifts zu beobachten.

Botswana

Info: http://www.sabirding.co.za/birdspot/prov11.htm 

Wer Touren in das Okavangodelta unternehmen will, muss entweder in eines der teuren Camps im Delta fliegen oder man wendet sich an einen Guide. Der beste Guide, den man in Maun nehmen kann, ist sicherlich Richard Randall (randallr@info.bw). Er ist Mitglied der Seltenheitenkomission von Botswana, sehr hilfsbereit und hat hervorragende Kenntnisse über das Gebiet und die Vögel. Man findet ihn im Tourist-Büro am Sedia Hotel in Maun. Sein 4 ha großer Garten ist ein Paradies für Arten der Dornsavanne.

Maun und Umgebung

(148 Arten an 7 Tagen)

Info: Übersichtskarten: www.okavango-delta.net/ maps.htm

Übernachtung: Sedia Hotel: http://www.info.bw/~sedia/ für botswanische Verhältnisse sicherlich Spitzenklasse. Jedoch kann sich der Service nicht mit europäischen Verhältnissen messen (wenn man etwas zu essen möchte, stellt man sich am besten gleich dem Cheffkoch vor).

Birdwatching: Richard Randall versorgt einen auf Nachfrage sicherlich gerne mit einer Checkliste der Vögel am Sedia Hotel. Hinter dem Hotel fließt der Tamalakane. Entlang des Flusses kann man schön Vögel beobachten (möglichst Kontakt mit dem Wasser wegen Bilharziose vermeiden; Info: http://www.fit-for-travel.de/reisemedizin/Krankheiten/bilharziose.htm). Man gelangt vom Sedia wie folgt an den Fluss: wenn man von der Rezeption über den Hof aus dem umzäunten Gelände heraustritt, geht man rechts (oder links) und die nächste wieder rechts (bzw. links, wenn man vorher links gegangen ist) bis zum Fluss. Am Fluss angekommen sind beide Seiten interessant (die linke ist etwas besser). Interessante Arten waren u.a. African Pygmy Goose (leicht in der dichten Schwimmblattvegetation zu übersehen), White-backed Duck (wie die Pygmy Goose), Bradfield’s Hornbill (sporadisch, auf den Ruf achten!), Grey-headed Kingfisher, Meyer’s Parrot, Square-tailed Nightjar (nachts z.T. sehr zahlreich), Lesser Moorhen (wenn genug Wasser ist); Lesser Jacana (nicht selten), African Hawk-Eagle, Squacco Heron (häufig), Rufous-bellied Heron (selten), African Openbill und Abdim’s Stork (beide sehr zahlreich), Swamp Boubou (häufig; Ruf!) und Golden Weaver.

In Maun gibt es ein kleines Game Reserve, dass recht gut für eine Einführung in die Vogelwelt der Dornbuschsavanne geeignet ist.

In der Umgebung von Maun kann man Arten der Dornbuschsavanne wie Pied Babbler, Red-crested Korhaan, Kori Bustard oder African Barred Owlet sehen (Richard Randall nach den genauen Stellen fragen). Wenn man in Maun ist, darf man es auf keinen Fall verpassen einen Rundflug über das Delta zu machen. Abends ist zwar für Wildtiere am besten aber Morgens ist die Luft ruhiger und der Himmel klarer (die Wolken lassen Nachmittags die Landschaft durch ihren Schatten gefleckt erscheinen). Die Flüge können am Flughafen von Maun organisiert werden. Ein Preisvergleich lohnt sich. Wir waren mit Delta Air unterwegs (32 € pro Person und Stunde). Den Piloten können alle Wünsche gesagt werden. So kann man mitteilen, dass er für Tiere drehen soll, um bessere Fotos machen zu können. Freunde haben das mal für ein paar Flusspferde getan. Doch nach dem Sturzflug auf die Flusspferde hat sich keiner mehr zum Fotografieren in der Lage gefühlt...

Okavango Delta südwestlich von Chief’s Island

(161 Arten in 10 Tagen)

Das gesamte Okavangodelta ist in zweckbestimmte Distrikte eingeteilt. D.h. für Tourismus sind nur bestimmte Distrikte freigegeben. Da ich zu Forschungszwecken unterwegs war, war ich in einem Bereich, der normalerweise nicht für Touristen freigegeben ist. Das südliche Okavangodelta kann normalerweise nur sehr kostspielig erreicht werden (s.o.) und ist sehr schwer zu bereisen, da die Wege extrem abenteuerlich sind. Unser Camp war in der Nähe von Gunn’s Camp. Die Landschaft besteht hier aus einem Mosaik aus zeitweise überschwemmten Ebenen (Floodplains) und Inseln, die teilweise bewaldet sind. Wir haben mitten in der Pampa gezeltet (ohne Zaun einfach auf der grünen Wiese). Nachts waren Löwen, Hyänen und Elefanten (bin von dem Geschnaufe eines neugierigen Exemplars, das unser Camp inspizierte aufgewacht) zu hören; Giraffen, Büffel und Schlangen gab es reichlich und am Camp waren Löffelhunde und ein Leopard zu Besuch. Die Vogelwelt war sehr vielfältig. So konnte ich hier u.a. Red-billed Francolin (sehr häufig), Greater Honeyguide (kann wirklich zu Honignestern führen, jedoch war  die Hand unseres Guides nach der Honigaktion durch die Stiche der Bienen auf die doppelte Größe angeschwollen), Bennett’s Woodpecker, Broad-billed Roller, Little, Swallow-tailed, European und Carmine Bee-eater, Coppery-tailed, Senegal, White-browed und Black Coucal (alle 4 häufig); Barn, African Scops, Southern White-faced Scops-, Spotted Eagle, Martial Eagle und Marsh Owl sowie Pearl-spotted Owlet, Wattled Crane (1 Gruppe von 19); African Crake, Burchell’s Sandgrouse, Long-toed Lapwing, Western Banded Snake-Eagle, Martial Eagle, Hooded, White-backed, Lapped-faced und White-headed Vulture, Dickinson’s Kestrel und Red-necked Falcon (beide täglich); Slaty Egret und Rufous-bellied Heron (beide eine Okavangospezialität), Abdim’s, Yellow-billed, White, Woolly-necked; Marabou und Saddle-billed Stork, Swamp Boubou, Arnot’s Chat (in den tollen Mopane Wäldern weiter nördlich häufig), Hartlaub’s Babbler und Black-faced Waxbill beobachten.


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