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Rothalstaucher

Allein in Ostdeutschland brüten nach Schätzungen 1100 Paare (+-27%). Schwerpunkt ist die mecklenburgisch-brandenburgische Seenplatte. Sie beherbergt 70% des ostdeutschen Bestandes (Nicolai 1993). So brüten allein in Mecklenburg-Vorpommern 600 Paare (http://www.um.mv-regierung.de).

In Brandenburg brüten mindestens 200 Paare. Gute Plätze sind der Lindener Haussee in der Uckermark (8 BP 1999), der Rietzer See (überstautes Grünland südöstlich der Stadt Brandenburg mit 5 bis 15 BP), die Hennigsdorfer Havelwiesen (6 BP 1999) und das Untere Odertal (14 BP 1999) (Ryslavy 2001).

In Schleswig-Holstein ist das Schutzgebiet Wallnau auf Fehmarn mit 20 bis 30 Brutpaaren eine gute Beobachtungsstelle (Lohmann & Haarmann 1989).

In Niedersachsen brüten lediglich 9-16 Paare des Rothalstauchers. Traditionelle Brutplätze sind die Riddagshäuser Teiche bei Braunschweig, die Leiferder und die Meißendorfer Teiche (Heckenroth & Laske 1997).

Rothalstaucher überwintern vorwiegend an der offenen Ostseeküste in den großen Außenbuchten, wo sie leicht übersehen werden können. Größere Dichten wurden vom Schiff aus nördlich von Fehmarn und östlich von Rügen ermittelt (Durinck et al. 1993). Die Winterbestände an der deutschen Ostseeküste schwanken zwischen 90 und 190 Vögeln (Nehls & Struwe-Juhl 1998). Gute Beobachtungsplätze sind Fehmarn; die Küste von Poel am Breitling (südöstliche Bucht zwischen Poel und Festland); die Küste nördlich von Zingst und die Küste des nördlichen und östlichen Rügen.

Auch auf den großen Voralpenseen überwintern zwischen August und April regelmäßig Rothalstaucher. Am Bodensee sind es durchschnittlich 18 Tiere (Maximum im November). Dort ist die "Seetaucherstrecke" eine gute Beobachtungsstelle (Heine et al. 1999).

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