BirdingGermany.de

Pelagen in der Deutschen Bucht

Das Auftreten von Pelagen ist in der deutschen Bucht stark von der Stärke und dem Zeitpunkt westlicher Stürme abhängig. Dennoch vermittelt folgende Tabelle eine Übersicht über das Auftreten der meisten in der Deutschen Bucht vorkommenden Pelagen:

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Eissturmvogel

                       

Gelbschnabel

Sturmtaucher

                       

Großer 

Sturmtaucher

                       

Dunkler

Sturmtaucher

                         

Schwarzschnabel

Sturmtaucher

                       

Sturmschwalbe

                       

Wellenläufer

                       

Basstölpel

                       

Odinshühnchen1

                       

Thorshühnchen

                       

Spatelraubmöwe

                       

Schmarotzer-

raubmöwe

                       

Falkenraubmöwe

                       

Skua

                       

Schwalbenmöwe

                        

Dreizehenmöwe²

                       

Trottellumme³

                       

Tordalk

                       

Gryllteiste

                       

Papageitaucher

                        

Krabbentaucher

                        

1: Im Frühjahr ca. 10; im  Herbst ca. 100 Beobachtungen

2: v.a. im Winter in der ganzen Dt. Bucht

3: Von August bis April  in der ganzen Deutschen Bucht

Legende:

 

gehäuftes Vorkommen

 

nur selten zu beobachten

 

eher ausnahmsweise

 

Brutvorkommen auf Helgoland

Die beste Gelegenheit Pelagen vom Land aus zu beobachten ergibt sich bei den alljährlichen Herbststürmen. Dabei stehen einige bewährte Beobachtungsstellen zur Verfügung, von denen ich drei im Folgenden beschreiben möchte:

1. Nordstrand auf der Düne (Helgoland)

Der Nordstrand auf der Insel "Düne" bei Helgoland ist deshalb für Pelagen so lohnend, weil er recht nah am Rand des Helgoländer Felssockels liegt. Man erreicht die Düne von Helgoland aus mit einer Fähre, die mehrmals täglich verkehrt. Auf der Insel muss man ganz in den nordöstlichen Zipfel gehen und dort das Meer mit einem Spektiv absuchen. Von Helgoland lohnen auch der Blick von der Jugendherberge nach Norden und der Blick vom Kringel nach Westen.

2. Kurpromenade von Westerland auf Sylt

Sylts Inselhauptstadt Westerland grenzt mit der Kurpromenade an das Meer. Bei eintreffenden Stürmen kommt es hier regelmäßig zu größeren Pelagenkonzentrationen. Die Kurpromenade grenzt an Westerlands Fußgängerzone. Stadtplan unter folgendem Link:

http://www.westerland.de/stadtplan/

3. Kugelbake Cuxhaven

Die Kugelbake ist ein Seezeichen im Norden der Stadt Cuxhaven. Sie stellt den nördlichsten Festlandzipfel an der Elbemündung dar. Bei starken Westwinden folgen immer wieder Pelagen dem Elbefahrwasser Richtung Binnenland. Während dieser Situation liegt die Kugelbake optimal. Das Elbemündungsgebiet ist generell gut für Pelagen. Stadtplan Cuxhaven unter:

stadtplan.net/brd/niedersachsen/cuxhaven/home.html

Wer die Aufzählung aufmerksam betrachtet, wird feststellen, dass es sich bei diesen Punkten um gut erreichbare Beobachtungsstellen handelt, an denen eben deshalb relativ häufig Pelagen gesehen werden. Natürlich ist es auch möglich an weniger bequem erreichbaren Stellen, die an das offene Meer grenzen, ebenso gute Beobachtungen zu machen (Ostfriesische Inseln, Westseite Amrum, Scharhörn/ Neuwerk usw.).

Auch Fährschiffe (z.B. Überfahrt nach Helgoland) geben hervorragende Beobachtungsplätze ab. Dabei sollte man sich am Bug postieren. Allerdings ist hier der Einsatz eines Spektives kaum möglich.

Grundsätzlich gilt für die Beobachtung von Land aus: Es muss eine anhaltende Westwindsituation vorhanden sein, die die Vögel in die Deutsche Bucht verdriftet. Auch zum Beobachtungszeitpunkt sollte ein anlandiger Wind mit Windstärken möglichst ab sieben blasen, denn viele Pelagen meiden das Land und lassen sich nur vom Wind näher treiben. Zusätzlich muss es die richtige Jahreszeit sein. Sehr lohnend sind oft Herbststürme im September/Oktober. Bei einsetzenden Stürmen werden die Pelagen in breiter Front über das offene Meer getrieben (Helgoland), um sich dann in der Elbemündung oder vor den Nordfriesischen Inseln (z.B. Sylt) zu konzentrieren. Ein Spektiv ist von Land aus unerlässlich. Auch die Hinweise im neuen Kosmos Vogelführer (Svensson et al.) sind hilfreich.

< Für detaillierte Angaben zu Beobachtungsmöglichkeiten bitte den Links folgen! >

Zurück