Naturschutzgebiet Halbinsel Mettnau

  

Christian Wagner; Christoph Moning

Stand: Mai 2004

 

Durch den um 1960 zufällig bei Aufschüttungsarbeiten entstandenen "Ententeich", der vom Bodenseewasserstand unabhängig ist, hat sich die Halbinsel Mettnau zum regional bedeutendsten Brutgebiet für Enten entwickelt. Das 140 Hektar große Naturschutzgebiet ist Teil des 'Important Bird Area Radolfzeller Aachmündung und Mettnau mit Markelfinger Winkel'. 

 


Interessante Arten:

Im Ententeich und im Uferröhricht brüten Schnatter- (ca. 20 Paare), Kolben- (ca. 30 bis 50 Paare), Tafel- (ca. 20 Paare) und Reiherente (bis zu 100 Paare), Wasserralle, Rohrschwirl (0-6 Paare) und Teichrohrsänger (240 Paare). Die Bartmeise wird außerhalb der Brutzeit regelmäßig gesehen. Unregelmäßige Brutgäste sind Zwergdommel, Knäk- und Moorente (1995) sowie die Rohrweihe. Im Au- und Bruchwald findet man Baumfalken (2 Paare). Weitere interessante Lebensräume sind Streuwiesen, extensive Rinderweiden und Halbtrockenrasen. Der Winter ist auf der Mettnau die wohl beste Beobachtungszeit. In den Flachwasserbereichen überwintern dann Reiher- und Tafelenten sowie Schwarzhalstaucher, Gänsesäger, Pfeif-, Löffel-, Schnatter-, Krick-, Kolben- und Schellenten.


Information:

NABU-Naturschutzzentrum Mettnau
Floerickeweg 2a
D-78315 Radolfzell
Tel.
(+49) 07732 / 12339
Fax (+49) 07732 / 13860

NABU.mettnau@t-online.de


Anfahrt:

Bus: Mit dem Stadtlinienbus 5 „Mettnau“ bis zur Endhaltestelle „Strandbad“ (nur 2-3 Verbindungen am Tag). Flexibler ist man bei Fahrradmitnahme.

Privat-PKW: Man fährt nach Radolfzell und folgt fast bis zum Ende den Schildern „Medizinische Reha-Kliniken“ und „Mettnau“. Man überquert dabei eine auffällig gewundene Brücke über eine Eisenbahnlinie, die an beiden Seiten mit einem Kreisverkehr abschließt. Ab dem zweiten Kreisverkehr ist auch das Naturschutzzentrum ausgeschildert („Nabu“). 200 Meter vom zweiten Kreisverkehr ist auf der linken Seite der letzte gebührenfreie Parkplatz (Einfahrt Richtung „Stadion“). 1,1 km weiter liegt auf der linken Seite der Beobachtungsturm „Ententeich“. Der zugehörige Parkplatz liegt 100 m weiter Richtung Mettnau (dahinter) (beim Strandbad; hier auch für die Exkursion ins Naturschutzgebiet parken). Zwei Stunden parken kosten 1 Euro (Stand Mai 2004). Am Strandbad hält man sich (von der Stadt kommend) links, lässt den Tennisplatz links liegen und überquert einen großen Parkplatz mit einer Schranke (Parkplatz „Mettnaukur“). Wenn man sich an dessen Ende halb rechts hält, erreicht man nach kurzer Zeit das Naturschutzzentrum (zu Fuß in 5 Minuten, ausgeschildert). Ins Naturschutzgebiet folgt man dem Schotterweg geradeaus.

 

Allgemeine Hinweise: 

Auf der Halbinsel Mettnau betreibt die Vogelwarte Radolfzell eine Beringungsstation, die leider nicht öffentlich zugänglich ist. Man kann allerdings auf der Beringungsstation mitarbeiten; Anmeldung erfolgt bei der Vogelwarte Radolfzell (http://vowa.ornithol.mpg.de/%7evwrado/index_d.html)


Beobachtungsmöglichkeiten:

Im Frühling lohnt sich vor allem der Besuch der Plattform beim Ententeich. Besonders im Mai lassen sich dort oft mehr als 100 Entenpaare (8 Arten) bei der Balz beobachten. Dann ist auch die beste Zeit für die Brutvögel. Einen guten, ganzjährig lohnenden Überblick über die Ried-, Schilf- und Flachwasserzonen der Mettnau hat man vom sehr hohen Beobachtungsturm auf der Halbinsel. Dieser ist in 15 Minuten vom Naturschutzzentrum aus über einen Schotterweg erreichbar. Der Weg vom Turm zur Spitze der Halbinsel ist vom 15. April bis 30. August aus Vogelschutzgründen gesperrt.


  

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