Hamburger Hallig

  

Christoph Moning

Vor allem die Scharen der rastenden Weißwangengänse im März/ April können den Besuch auf der Hamburger Hallig zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Insgesamt ist die Hamburger Hallig ein guter Ort, um die Avifauna der Salzwiesen zu studieren. Beobachtungen auf der Halbinsel können leicht mit Besuchen am Hauke-Haien-Koog oder am Beltringharder Koog kombiniert werden.

 

Voraussetzungen:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: der nächste Bahnhof ist Bredstedt, das 6,5 km Luftlinie östlich der Hamburger Hallig liegt.

Ausrüstung: Spektiv und Fernglas; warme Bekleidung

Zugänglichkeit der Beobachtungsstellen: leicht


Interessante Arten:

 Zu den regelmäßigen Brutvögeln zählen Brandgans (1 BP), Austernfischer (568 BP), Säbelschnäbler (100 BP), Kiebitz (30 BP), Rotschenkel (397 BP), Fluss- und Küstenseeschwalbe (zusammen 32 BP), Lach- (397 BP), Sturm- (43 BP), Silber- (361 BP) und Heringsmöwe (10 BP) sowie der Wiesenpieper. Eiderente (1998: 2 BP), Mittelsäger (1998: 1 BP), Spiess- (1 BP), Löffel- (2 BP) und Schnatterente (8 BP) sowie Sandregenpfeifer (9 BP), Kampfläufer (2 W), Uferschnepfe (4 BP), Steinwälzer (2001: 1 BP), Zwergseeschwalbe (2 BP) und Mantelmöwe (1998: 1 BP) brüten nur in geringer Zahl oder sporadisch, sind aber regelmäßig zu beobachten. Beeindruckend sind vor allem im Februar/ März die Scharen rastender Nonnengänse (zeitweise um die 20.000 Tiere!). Weitere Gastvögel sind Ringelgans (Winterhalbjahr und v.a. April), Pfeifente (Höchstzahlen im Oktober/ November), Eiderente, Kiebitz- und Goldregenpfeifer, Großer Brachvogel (Höchstzahlen jeweils von August bis Oktober), Uferschnepfe, Pfuhlschnepfe (Maximum im Mai und August), Dunkler Wasserläufer, Rot- und Grünschenkel, Knutt, Alpenstrandläufer und Säbelschnäbler

Gute Limikolenmonate sind Mai und Ende August bis Mitte Oktober. Im Winterhalbjahr sind Berghänflinge, Ohrenlerchen und Schneeammern auf der Hamburger Hallig zu beobachten. Gelegentlich sind auch seltene Arten wie zum Beispiel Rothalsgänse zwischen den Weißwangengänsen zu beobachten. Die Brutvogelzahlen stammen aus Angaben des NABU an der Informationsstelle des Vereins auf der Hamburger Hallig und beziehen sich auf das Jahr 2002.


Lebensräume: weitläufige Salzwiesen mit vorgelagertem Watt


Information:

Die Hamburger Hallig. Ein Natur- und Vogelschutzgebiet im nordfriesischen Wattenmeer.
von Hans J. Reitmann
Preis: EUR 6,50 

Broschiert - 96 Seiten - Breklumer Vlg., Bred.
Erscheinungsdatum: 1983
ISBN: 3779311232

Das Gebiet wird vom NABU betreut:

Ansprechpartner:
Ulrich Fiedler
Wiesenstr. 6
25821 Bredstedt
Telefon: 04671-3551; Fax 04671-931161; Infohütte 04671-6268

Gezeiten: http://www.bsh.de/Meereskunde/Gezeiten/805.html


Anfahrt:

Mit der Bahn und dem Fahrrad: der nächste Bahnhof ist Bredstedt, das 6,5 km Luftlinie östlich der Hamburger Hallig liegt. Fahrplaninformationen unter http://www.bahn.de/

Mit dem Auto: Über die B 5: etwa 1 km nördlich Bredstedt Richtung Westen nach Bordelum. Nach etwa 1,5 km ist bereits die erste Ausschilderung für das Gebiet an einer Abzweigung auf der linken Straßenseite zu finden. Durch den Sönke-Nissen-Koog führt eine kleine asphaltierte Straße bis zum Parkplatz vor dem Deich (1).

 

Beobachtungsmöglichkeiten:

verändert nach: Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein, 2001

Wenn man mit dem Auto anfährt, kann man das Fahrzeug vor dem Deich kostenlos abstellen (1). Die Zufahrt zum Restaurant auf der Hallig mit dem eigenen PKW ist hingegen kostenpflichtig (5,-€). Vom Deich aus benutzt man den Plattenweg zur vorderen Warft (3,8 km einfach: in der Karte rot eingezeichnet). Von diesem Weg und von dem Deich aus hat man einen guten Ausblick auf die umgebenden Salzwiesen. Auf halbem Weg befindet sich auf einer kleinen Warft die Station des Vogelwärters, der nach aktuellen Informationen befragt werden kann (2). 


 

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