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Halsbandschnäpper

Der Halsbandschnäpper ist innerhalb Deutschlands eine süddeutsche Spezialität. Schwerpunktvorkommen sind dabei zum Einen in extensiv bewirtschaftete Streuobstgebiete nördlich der Schwäbischen Alb und zum Anderen naturnahe Auwälder entlang der großen süddeutschen Flüsse.

Das Hauptproblem bei der Halsbandschnäpperbeobachtung ist das enge Zeitfenster. Als Spätestbrüter trifft der Halsbandschnäpper erst gegen Ende April/ Anfang Mai im Brutgebiet ein und verlässt es schon Ende Juli/ Anfang August wieder (Hölzinger 1997). Wenn man Halsbandschnäpper sucht, sollte man es an einem einigermaßen sonnigen Tag im Mai oder Juni probieren.

Der Verbreitungsschwerpunkt in den Streuobstwiesen Baden-Württembergs (10.000 bis 12.000 Paare) liegt im mittleren Neckarraum vom Neckarbecken über den Schurwald und den Welzheimer Wald, die Fildern, den Schönbuch und den Glemswald, die östlichen Gäulandschaften bis in das Vorland der mittleren Schwäbischen Alb. (Hölzinger 1997).

Eine weitere gute Stelle in Baden Württemberg liegt bei Reutlingen: in/bei dem Wildgehege im Park „Markwasen“ (Nähe Fußballstadion) brüten in Nistkästen in einem Alteichenbestand einige Halsbandschnäpperpaare. Vom Parkplatz bei dem Wildgehege (Picknicktische) aus braucht man sich nur umzusehen / -hören. 

In Bayern sind die Auwälder im Isarmündungsbereich bei Deggendorf ein sehr lohnendes Gebiet. Dort hat der LBV 1989 ein Schutzprogramm für den Halsbandschnäpper gestartet. Mittlerweile werden 190 Nistkästen betreut (v.a. auf dem linken Isarufer). Durchschnittlich ist etwa ein Viertel der Kästen vom Halsbandschnäpper belegt. 

Ein weiteres sehr halsbandschnäpperreiches Gebiet sind die Donauauen östlich von Ulm (Bayern). Wer hier Halsbandschnäpper beobachten möchte, sollte auf der Seite Die Donauaue und das Donaumoos bei Günzburg weiterlesen.

Auch die Donauauen zwischen Neuburg und Ingolstadt beherbergen <30 Brutpaare (Hölzinger 1997).

< Für detaillierte Angaben zu Beobachtungsmöglichkeiten bitte dem Link folgen! >

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