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Dreizehenspecht

Der zirkumboreal verbreitete Dreizehenspecht ist in innerhalb Deutschlands auf den Alpenraum, auf die Hochlagen des südlichen und nördlichen Schwarzwaldes (seit 1982; 1994: 15 bis 20 Paare) und auf den Böhmerwald (Bayerischer Wald) beschränkt.

Gute Gebiete sind (für weitergehende Informationen die Links benutzen):

  • Der Nationalpark Bayerischer Wald und der Nationalpark Sumava auf der tschechischen Seite.

  • Der Nationalpark Berchtesgaden

  • Die Bergfichtenwälder rund um Garmisch-Partenkirchen

  • Der Tatzelwurm gehört ebenfalls zu den relativ guten Stellen. Die Stelle wird folgendermaßen erreicht: Autobahn München Salzburg (A8) bis Inntaldreieck. Dort Richtung Kiefersfelden und Brennerpass (A93). Abfahrt Brannenburg wieder runter. Dort nach Westen fahren. An der nächsten großen Kreuzung geradeaus in die kostenpflichtige Privatstraße nach Bayrischzell. Knapp 8 km hinter der Kreuzung kommt auf der linken Seite ein Wanderparkplatz (wenn man auf die Bundesstrasse Kiefersfelden-Bayrischzell kommt, ist man 300 m zu weit). Von diesem Parkplatz startet der Wanderweg hinter der Schranke (ab hier zu Fuß). Bei der nächsten großen Weggabelung nimmt man den rechten (oberen) Weg (nach rund 800m). Danach wird auf der rechten Wegseite ein Forellenteich erreicht (bis dahin schon auf Spechte achten!). Direkt rechts von dem Teich geht ein Rückeweg in den Wald. Diesen läuft man hinein. Bald darauf gabelt sich der Weg erneut. Hier geht man rechts rund 1 km in den Hangwald hinein (ein paar Meter nach links zu gehen ist auch einen Versuch wert). Nun befindet man sich in gutem Spechtwald. Am Forellenteich kann man auch dem Hauptweg geradeaus folgen und bei der nächsten Gabelung, kurz hinter dem Teich, den rechten Weg nehmen. Bald darauf erreicht man einen weiteren See auf der rechten Seite. Im Bereich dieses Sees und auf dem Weg dorthin konnte ich auch schon Weißrückenspechte beobachten.  Wenn man an dem Forellenteich weiter geradeaus geht und an der nächsten Kreuzung den linken Weg nimmt, hat man eine gewisse Chance Auerhühner zu sehen (auch auf fliegende Tiere im Tal links vom Weg achten).

Der Dreizehenspecht trommelt v.a. zwischen März und Mai sowie weniger intensiv im Oktober. Klare windarme Sonnentage sind am besten zur Dreizehenspechtsuche geeignet. Das Aktivitätsmaximum liegt am frühen Vormittag. Das Optimalbiotop stellen reich gegliederte Bergfichtenwälder mit lückigen Anteilen, sonnigen Lichtungen und hohem Totholzanteil dar (Scherzinger 1982). Dreizehenspechte kommen aber auch in naturnahen Mischwäldern vor (z.B. am Boubin im Nationalpark Sumava).

Im Schwarzwald sollen an folgenden Stellen regelmäßig Dreizehenspechte zu beobachten sein: Der Wildsee (Ruhestein Naturschutzzentrum Tel.: 07449-91020) im Nordschwarzwald (Nähe Schliffkopf) und der Fichtenwald zwischen Feldsee und Feldbergplateau.

< Für detaillierte Angaben zu Beobachtungsmöglichkeiten bitte den Links folgen! >

 Viel gesuchte Arten         Bayernkarte