Burgbernheim

  

Christoph Moning

Stand: November 05

Eingebettet in naturnahe Laubwälder und ausgedehnte Streuobstwiesen, repräsentiert Burgbernheim einen besonders reich strukturierten und artenreichen Landschaftsausschnitt der Windsheimer Bucht am Nordrand der Frankenhöhe. Gerade zur Brutzeit von April bis Juli lohnt sich ein Besuch, da die Kombination aus zahlreichen, in Mitteleuropa sonst seltenen, Brutvögeln die Hauptattraktion des Gebietes darstellt. Ein voller Beobachtungstag reicht für die wichtigsten Gebiete.


Interessante Arten

In den strukturreichen Eichen- und Buchen-Orchideen-Wäldern südlich von Burgbernheim brüten Hohltaube, Schwarz-, Grau- und Mittelspecht, Trauer- und Halsbandschnäpper (selten), Wald- und Gartenbaumläufer sowie der Pirol. Eine der größten zusammenhängenden Obstwiesenflächen Deutschlands bietet Turteltaube, Kuckuck, Grün- und Kleinspecht, Wendehals, Wachtelkönig (selten), Baumpieper, Gartenrotschwanz, Gelbspötter, Neuntöter und Kernbeißer Lebensraum. Von den Obstwiesen aus können auch die darüber liegenden bewaldeten Hänge eingesehen werden. Hier können Greifvögel wie Rot- und selten Schwarzmilan sowie Mäuse- und Wespenbussard, Sperber, Habicht und Baumfalke beobachtet werden. Gelegentlich überfliegen Weiß- oder Schwarzstörche Burgbernheim. In den umgebenden Ackerflächen können unter anderem Schafstelzen und Grauammern beobachtet werden. Die fränkische Wiesenweihenpopulation stellt sich, auch dank vorbildlicher Naturschutzarbeit, neben der Population der Hellwegbörde in Nordrhein-Westfalen, als deutschlandweit die größte dar: Im Jahr 2000 brüteten 50 Paare im Großraum.


Anfahrt

Mit der Bahn: Die Bahn fährt Burgbernheim direkt an. Vom Bahnhof sind die beschriebenen Gebiete zu Fuß erreichbar.

Mit dem Auto: Von Westen und Norden verlässt man die A 7 zwischen Rothenburg o. d. T. und Würzburg bei der Ausfahrt "Bad Windsheim". Ab dort folgt man der Ausschilderung nach Burgbernheim. Von Süden fährt man die A 6 zwischen Nürnberg und Heilbronn bis zu der Ausfahrt "Ansbach". Ab Ansbach folgt man der B 13 nach Norden bis Burgbernheim.


Informationen

Fremdenverkehrsamt: Stadt Burgbernheim, Rathausplatz 1; 91593 Burgbernheim; Tel.: 09843/309-0; E-Mail: info@burgbernheim.de; Internet: www.burgbernheim.de



Beobachtungsmöglichkeiten

Sehr gute Waldstrukturen, in denen alle oben genannten Waldarten beobachtet werden können, befinden sich in dem Dreieck Burgbernheim, Schlossberg und Wildbad (1). Der Mittelspecht ist hier häufig. Wander- und Forstwege erschließen den Bereich. Exzellente Streuobstwiesen mit entsprechenden Arten können im Bereich Skilift (2), St. Martin (3) und Schillereiche (4) durchwandert werden. Von diesen Punkten aus lassen sich auch Greifvögel gut an den Hängen südlich von Burgbernheim beobachten.

Karte verändert nach: Bayerisches Landesvermessungsamt, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2000 - Top. Karte 1:50.000 Bayern 

Wer speziell Wiesenweihen sehen möchte, der hat gute Chancen entlang der B 13 zwischen Ochsenfurt und Markt Bergel bei Burgbernheim. In den Seitenwegen können auch Grauammern beobachtet werden.


 

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