Die Allgäuer Alpen um Oberstdorf

  

Kilian Weixler

Stand: September 04

Dieses umfangreiche Gebiet von rund 900 km² Ausdehnung, das im Wesentlichen die Gebirgsstöcke der Allgäuer Alpen umfasst, bietet Wander- und Beobachtungsmöglichkeiten für Wochen. Die vorgestellte Tourenauswahl bietet Zugang zu fast allen speziellen Arten des Nordalpenraumes


Interessante Arten:

Auer- und Haselhuhn, Dreizehen- und Weißrückenspecht sowie der Tannenhäher sind weit verbreitete Arten der Bergwälder. Auch Rauhfußkauz und Sperlingskauz kommen hier vor. In Schneeheide-Kiefernwäldern auf südexponierten Hängen findet man den Berglaubsänger. Typische Arten an der Baumgrenze sind Birkhuhn, Ringdrossel (subsp. alpestris) und Zitronengirlitz. In der alpinen Zone darüber können Steinadler, Alpenschneehuhn, Bergpieper, Alpenbraunelle, Schneesperling und Alpendohle beobachtet werden. Hier kommen spärlich auch der Steinschmätzer und sehr selten der Steinrötel vor. An Felswänden brüten Felsenschwalbe, Mauerläufer, Kolkrabe und Wanderfalke.


Eine gute Karte:

Bayerisches Landesvermessungsamt (2000): UK L 8 Allgäuer Alpen, 1:50.000


Anfahrt:

Mit der BahnZentral gelegene Bahnhöfe sind Sonthofen und Oberstdorf. Von hier ist man ohne Auto auf Busse angewiesen, die einige der Startpunkte der unten beschriebenen Wanderungen bedienen. Info: http://www.bahn.de/

Mit dem AutoVon Norden führt die B 19 ab Kempten (Allgäu) in das Gebiet.


Generelles zum Beobachten im Gebiet:

Die im Folgenden dargestellten Wandermöglichkeiten stellen nur eine ornithologisch interessante Auswahl dar. Alle Angaben sind nach bestem Wissen gemacht. Trotzdem kann keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben gegeben werden. Vollziehen sie die unten gemachten Vorschläge mit Hilfe Topographischen Karten vor der Wanderung nach. Vergegenwärtigen sie sich auch die zu überwindenden Höhenmeter (Hm; angegeben sind die Aufstiegswerte) und schätzen sie ihre Kondition richtig ein. Die Zeitangaben schließen Beobachtungsstopps NICHT mit ein. Planen sie für längere Wanderungen Pausen ein und vergewissern sie sich bezüglich der Unterstandmöglichkeiten bei Schlechtwetter. Noch Anfang Mai sind in den Hochlagen stärkere Schneefälle möglich. Dabei kann lokal eine hohe Lawinengefahr herrschen. Großteile des alpinen Geländes sind bis weit in den Mai mit Schnee bedeckt und deswegen nur eingeschränkt zugänglich.



Beobachtungsmöglichkeiten:

Rundweg Grünten (A)

Start: Gasthaus Alpenblick (Auf dem Ried) östlich von Burgberg; dort auch Parkmöglichkeit

Wanderung: Aufstieg zum Grünten-Gipfel / Grüntenhaus über die Südostseite, Abstieg über das Wustbachtobel (Westseite) und zurück zum Parkplatz am Gasthaus Alpenblick

Charakter: 750 Hm, ca. 7 km, Gehzeit 4-5 Std., teilweise steiles Gelände, leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad

Der Rundweg führt auf eines der Wahrzeichen des Oberallgäus mit einem wunderschönen Ausblick auf die Allgäuer Berge. Die Besteigung des Grüntens ist allerdings recht beliebt und bei gutem Wetter dementsprechend stark frequentiert. Als Ausgangspunkt für die Tour dient der Parkplatz am Gasthaus Alpenblick, welcher rund 1,5 km östlich vom Ortskern Burgberg gelegen ist. Das befahren der Teerstraße mit dem PKW ist bis hierher erlaubt. Vom Gasthaus folgt man zunächst der ab hier gesperrten Teerstraße in nordöstlicher Richtung bis zur Kehr-Alpe. Hier nimmt man den Fußweg linker Hand, welcher über Almweiden und durch Fichtenwälder zunächst zur Schwand-Alpe und schließlich zur Zweifelsgehren-Alpe führt. Wenn man zur richtigen Jahreszeit und früh dran ist, kann man entlang dieser Strecke balzende Birkhühner beobachten. Außerdem suchen häufig Ring- und Misteldrosseln auf den Almweideflächen nach Nahrung. Berg- und Baumpieper sind ebenfalls regelmäßig anzutreffen. Von der Zweifelgehren-Alpe führt der Weg weiter auf einen Grat, an dem man sich entweder für den direkten Abstieg zum Grüntenhaus oder für den Weg entlang des Grates zum Gipfel des Grünten mit anschließendem Abstieg zum Grüntenhaus über den westlichen Grat entscheidet. Im Gipfelbereich können häufig Kolkraben und auch Wanderfalken beobachtet werden. Beim Abstieg hat man besonders im Bereich des Grates zuweilen gute Chancen Dreizehenspechte zu sehen. Der weitere Abstieg nach dem Grüntenhaus verläuft überwiegend im Wald durch den Einschnitt des Wustbaches. Entlang dieser Strecke kommen Schwarz-, Bunt-, Grün- und Grauspecht vor. Am Ende des Weges trifft man wieder auf die Teerstraße, der man nun in östlicher Richtung zurück zum Ausgangspunkt folgt.

 

Rundweg Bärenkopf / Steineberg (B)

Start: Gunzesried (Parkmöglichkeiten bestehen im Bereich der Kirche)

Wanderung: Rundweg über Dürrehornalpe und Vordere Krumbachalpe zum Bärenkopf (1476 m) und Steineberg-Gipfel (1683m) und zurück nach Gunzesried über die Steineberg-Alpe

Charakter: knapp 800 Hm; rund 9 km (ohne Abstecher auf den Bärenkopf); gesamte Gehzeit ca. 4 Std.; Aufstieg Steineberg ca. 2,5 Std., Aufstieg Bärenkopf ca. 1,5 Std.; Im Gipfel- und Gratbereich Steineberg Trittsicherheit erforderlich

Von der Gunzesrieder Kirche folgt man zunächst der Straße weiter Richtung Westen. Schon bald zweigt rechts der Weg Richtung Dürrehornalpe und Vordere Krummbachalpe ab. Diesem Weg folgt man bis man den Grat zwischen Bärenkopf und Steineberg erreicht hat. Unterwegs besteht die Chance, alle heimischen Drosselarten zu beobachten: Amsel, Wacholder-, Mistel-, Sing- und Ringdrossel. Bergpieper sind auf den offenen Weidebereichen recht häufig. Am Grat hat man die Möglichkeit, rechts einen Abstecher zum leicht begehbaren Gipfel des Bärenkopfes zu machen oder gleich weiter am Grat entlang empor zum Steineberg-Gipfel zu wandern. Im Bereich des Grates und am Bärenkopf sind gelegentlich Dreizehenspechte zu beobachten. Auch Grau-, Schwarz- und Buntspechte kommen hier vor. Im Gipfelbereich des Steinebergs hat man Chancen, Alpenbraunellen und Alpendohlen zu sehen. Wanderfalken und Steinadler überfliegen ebenso regelmäßig diesen Bereich. Vom Steineberg aus hat man die Möglichkeit, über die Steineberg-Alpe und die Unterkirche-Alpe in einem Rundweg wieder zurück zur Dürrehornalpe und schließlich nach Gunzesried abzusteigen.

 

Rundwanderung über den Ponten und Bschießer bei Hinterstein (C)

Start: Parkplatz am Ostende von Hinterstein (gebührenpflichtig)

Wanderung: Rundwanderung über die Willers-Alpe, Ponten (2044 m), Bschießer (2000 m), Zipfels-Alpe und zurück nach Hinterstein

Charakter: 1100 Hm, rund 13 km; gesamte Gehzeit mindestens 6 Std.; Ausdauer, z.T. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich (im Gipfelbereich); Eher für geübte Bergwanderer

Dies ist eine Ausdauer erfordernde, aber sehr vielseitige Rundwanderung, die Einblicke in diverse alpine Lebensräume bietet. Von dem Parkplatz in Hinterstein nimmt man den ausgeschilderten Wanderweg nach Osten in Richtung Willers-Alpe. Der Weg steigt zunächst allmählich an und führt durch subalpinen Fichtenwald, in dem neben Bunt-, Schwarz- und Grauspechten auch Dreizehenspechte beobachtet werden können. Tannenhäher, Mistel- und Ringdrossel sind hier ebenfalls regelmäßig zu hören und sehen. Nach einem steileren Anstieg entlang des Willersbachs erreicht man bald die Willers-Alpe (bewirtschaftet). Im Bereich der alpinen Matten sind Baum- und der noch häufigere Bergpieper zu sehen. Nach der Willers-Alpe beginnt der steile Anstieg zum Grat. Im Latschen- und Übergangsbereich zwischen alpinen Matten und Baumbestand können mit etwas Glück Birkhühner beobachtet werden. Entlang des Grates führt der Weg in westlicher Richtung zu dem felsigen Gipfel des Ponten und des Bschießer. Hier lassen sich regelmäßig Alpendohlen, Alpenbraunellen und Steinadler sehen. Vom Bschießer führt der Weg wieder über felsige und mit Latschen bestandene Bereiche hinunter zur Zipfels-Alpe (bewirtschaftet). In den Latschen-Bereichen sollte man Ausschau nach Klappergrasmücken, Heckenbraunellen und Zitronengirlitzen halten. Der Abstieg von der Zipfels-Alpe zurück nach Hinterstein führt durch einen lockeren Fichtenwald, wo erneut die Chance besteht Dreizehenspechte zu beobachten. Vor allem im unteren Bereich dieses Weges (zwischen 1000 und 1300 mNN) sind Berglaubsänger relativ häufig zu hören und zu sehen. 

 

Riedbergerhorn (D)

Start: Parkplatz Grasgehren (Riedberg-Paß) südlich des Riedbergerhorns

Wanderung: Rundweg über den Bolgengrat und das Riedbergerhorn (1787 m) zurück zum Parkplatz Grasgehren (1447 m)

Charakter: 340 Hm; rund 4 km; gesamte Gehzeit ca. 2-2,5 Std.; Geringe Anforderungen, leicht begehbar

Vom Parkplatz aus folgt man dem Weg an der Grasgehren-Alpe vorbei hoch zum Bolgen-Grat. Um zum Gipfel des Riedbergerhorns zu gelangen, folgt man dem Pfad entlang des Grates nach links und erreicht nach kurzem Anstieg den Gipfel. Vom Gipfel führt ein Weg über den in Richtung Süd verlaufenden Grat zurück zum Parkplatz Grasgehren. Ringdrosseln und Bergpieper sind entlang des gesamten Weges häufig. Um Zitronengirlitze zu sehen, sollten gezielt Latschenbereiche abgesucht werden. Mit etwas Glück stößt man auf dieser Tour auch auf Birkhühner.

 

Wanderung vom Giebelhaus über den Engeratsgundsee nach Hinterstein (E)

Start: Giebelhaus im Hintersteiner Tal (Straße gesperrt, aber mit öffentlichen Bussen erreichbar)

Wanderung: Vom Giebelhaus (1068 m) über die Käseralp, den Engeratsgundsee (1876 m), die Mittlere Nickenalp und die Möslealp nach Hinterstein (866 m)

Charakter: ca. 1080 Hm, gut 13 km; 5-6 Std. Gehzeit, etwas Ausdauer erforderlich, geringer Schwierigkeitsgrad. 

Busbenutzung: Von Hinterstein/Gasthaus „Grüner Hut“ fahren stündlich Busse zum Giebelhaus (Fahrtzeit ca. 15-20 min). Näheres unter www.wimmer-wechs.de/busverkehr

Am Ausgangspunkt Giebelhaus angekommen, lohnt es sich meistens die Flanken und Zacken des Giebls (Berg direkt hinter/südlich des Giebelhauses) genauer zu beobachten, da sich hier regelmäßig Steinadler blicken lassen, die hier auch brüten. Um die Wanderung zu beginnen, folgt man zunächst der Teerstraße, die kurz vor dem Giebelhaus rechts bergauf Richtung Obertal abzweigt. Schon bald erreicht man den Engeratsgundhof, von welchem ein Fußweg Richtung Käseralp und weiter zum Engeratsgundsee führt. Ringdrosseln, Bergpieper und vereinzelt auch Baumpieper sind hier mit hoher Wahrscheinlichkeit zu beobachten. Außerdem hat man an geeigneten Stellen auch die Chance Zitronengirlitze zu beobachten. Zur Balzzeit kann man vom Weg aus in den frühen Morgenstunden das Kullern der Birkhähne hören, die mit etwas Glück auch beobachten werden können. Im Bereich des Engeratsgundsees sollte man besonders auf Alpenschneehühner achten. Alpendohlen fliegen ebenfalls häufig um die Gipfel des Großen Daumens, kommen jedoch auch häufig in den Bereich des Sees, sobald Wanderer eine Pause einlegen. Unmittelbar nachdem man am östlichen Ende des Sees vorbeigelaufen ist, beginnt der Anstieg auf den sogenannten Tür-Sattel. Von hier aus nimmt man den Weg hinab zur Mittleren Nickenalpe. Auch entlang dieses Weges bestehen gute Chancen Steinadler zu sehen. Von der Mittleren Nickenalpe folgt man dem Weg immer weiter zur Unteren Nickenalpe. Ab hier verläuft der Weg teilweise in Mischwaldbereichen, in denen Schwarz-, Grün-, Bunt- und Weißrückenspecht (sehr selten) vorkommen. Vorbei an der Mösle-Alpe führt der Weg weiter hinab zum Talgrund der Ostrach, wo man nach der Überquerung des Baches auf die Teerstraße nach Hinterstein wandert. An der Ostrach sind neben Wasseramsel und Gebirgsstelze auch vereinzelt Flussuferläufer anzutreffen.

 

Nebelhorn / Koblat (F)

Start: Edmund-Probst-Haus (1927 m; z.B. mit der Nebelhorn-Bahn von Oberstdorf aus zu erreichen)

Wanderung: In das Koblat-Gebiet und zurück über den Nebelhorn-Gipfel (2224 m)

Charakter: Von einer kleinen Rundwanderung bis hin zu einer größeren Bergtour ausdehnbar. Kleiner Rundweg: ca. 100 Hm, 1-2 Std. ins Koblat-Gebiet und wieder zurück (Abstecher zum Nebelhorn-Gipfel möglich: weitere 200 Hm einzurechnen). Großer Rundweg: über das Koblat-Gebiet zum Laufbichelsee und Engeratsgundsee und wieder zurück (ca. 4 Std.). Kombination mit Tour E möglich.

Bei dieser Tour können die Hochlagen der Allgäuer Alpen durch die Seilbahn bequem erreicht werden. Auch wenn an schönen Tagen viele Menschen anzutreffen sind, bietet das Gebiet dennoch einen hervorragenden Einblick in die Vogel- und Pflanzenwelt des Hochgebirges. Vom Edmund-Probst-Haus, wo in aller Regel bereits die ersten Alpendohlen zu sehen sind, führt in nordöstlicher Richtung ein Wanderpfad über einen kleinen Anstieg ins Koblat-Gebiet. Im gesamten Bereich sollte man gezielt Ausschau nach Alpenschneehühnern halten. Auch Steinschmätzer, Ringdrosseln, Zitronengirlitze, Birkenzeisige (subsp. cabaret), Bluthänflinge und Klappergrasmücken kommen hier vor. Über einen nach Westen abzweigenden Weg kann man über Mittelstation zurück zum Edmund-Probsthaus zu laufen (kleiner Rundweg). Von der Mittelstation aus ist auch ein Abstecher zum Nebelhorn-Gipfel möglich. Alternativ kann man dem nach Nordosten durch das Koblat-Gebiet verlaufenden Weg zum Koblatsee bis zum Laufbichelsee oder noch weiter bis zum Engeratsgundsee fortsetzen. Unterwegs passiert man linkerhand die Wengenköpfe, an denen Schneesperlinge und Alpenbraunellen vorkommen. Mit sehr viel Glück besteht hier auch die Möglichkeit einen Mauerläufer zu entdecken. Der Rückweg erfolgt auf dem selben Weg. Diese Tour ist auch mit der Tour E (Wanderung vom Giebelhaus über den Engeratsgundsee nach Hinterstein) kombinierbar. In diesem Fall läuft man vom Engeratsgundsee entweder zum Giebelhaus oder weiter nach Hinterstein (s.o.).

 

Rundweg Freibergsee (G)

Start: Parkplatz an der Stillach am Fuß des Freibergs, nordöstlich des Freibergsees

Wanderung: Rundweg um den Freibergsee

Charakter: 100 Hm, ca. 4 km; leichte Wanderung (2-3 Std.) mit Bade- und Einkehrmöglichkeit

Der Parkplatz an der Stillach liegt knapp 2 km südlich von Oberstdorf an der Straße zur Fellhornbahn. Ausgehend vom Parkplatz führt der Weg zunächst über die Stillach. Hier kommen sowohl Wasseramseln als auch Gebirgsstelzen vor. Nach der Brücke führt der gut ausgebaute Weg in leichtem Anstieg direkt zum Freibergsee, der dann links oder rechts herum umrundet werden kann. Entscheidet man sich für links, kommt man nach rund 800 m an einer Skiflugschanze vorbei, an der regelmäßig Felsenschwalben beobachtet werden können. Im Mischwald entlang der Wanderung kommt neben Bunt-, Grün-, Grau- und Schwarzspecht auch der Weißrückenspecht vor. Überdies sind hier auch Waldlaubsänger und Trauerschnäpper zu finden.

 

Rundweg Rappenalptal (H)

Start: Parkplatz Fellhornbahn; ab hier Durchfahrt verboten

Wanderung: Vom Stillachtal nach Süden ins Rappenalptal, von dort Aufstieg zur Mindelheimer Hütte (2013 m; evtl. Übernachtung) weiter Richtung Geishorn und Abstieg über die Trift-Hütte zur Unteren Biberalpe; von hier aus durch das Rappenalptal zurück zum Ausgangspunkt.

Charakter: Lange Tour! Die gesamte Gehzeit beträgt ca. 7-8 Stunden. Die Tour kann auf zwei Tage aufgeteilt werden (Übernachtung der Mindelheimer Hütte). Ausdauer und Trittsicherheit erforderlich.

Vom Parkplatz am Fellhorn folgt man dem Fußweg parallel zur Teerstraße an der Stillach entlang in das Stillachtal hinein (Richtung Birgsau/Einödsbach). Entlang des Bergbaches sind auf der gesamten Talstrecke immer wieder Wasseramseln und Gebirgsstelzen zu beobachten. Bereits auf dieser Strecke können auch über dem Tal kreisende Steinadler beobachtet werden. Auf Höhe von Birgsau endet der Fußweg und man muss auf die Teerstraße wechseln. Nach ca. 1,5 km (vom Parkplatz gerechnet) folgt man einem Abzweigung rechts ins Rappenalptal (Teerstraße). Nach einem anfänglichen Anstieg durch den Wald, verläuft die Straße in unmittelbarer Nähe des Baches und steigt nur noch unbedeutend an. Etwa 3 km nach dem Abzweig in das Rappenalptal erreicht man nach der Breitengehren-Alpe (1151 m) und der Rappen-Alpe, die Schwarze Hütte (ca. 1230 m). Von hier aus zweigt ein Fußweg nach rechts zur Mindelheimer Hütte (2013 m) ab, die nach einem rund zweistündigen Aufstieg erreicht ist. Hier besteht Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit. Von der Mindelheimer Hütte aus hat man entweder die Möglichkeit links direkt über die Speicher-Hütte zur Unteren Biberalpe abzusteigen oder den Weg weiter Richtung Geißhorn zu nehmen. Insbesondere entlang des letztgenannten Weges hat man gute Chancen einige hochalpine Vogelarten zu beobachten. Alpenbraunellen, Birkenzeisige oder Bluthänflinge halten sich gelegentlich auch im Bereich der Mindelheimer Hütte auf. Alpendohlen, Schneesperlinge und gelegentlich auch Mauerläufer und Steinböcke können an den rechts des Weges hochragenden Felsen beobachtet werden. Entlang des Weges hat man an mehreren Stellen auch gute Chancen Alpenschneehühner und Steinschmätzer zu entdecken. Steinadler können im Prinzip fast während der gesamten Tour angetroffen werden. Der Wanderweg verläuft nur mit gelegentlichen kürzeren Anstiegen entlang der Felsmassive. Man folgt dem Weg am Anstieg zum Geißhorn vorbei. Am Grat südlich des Geißhorns nimmt man den nach links führenden Weg weiter Richtung Koblat- und Trift-Hütte und folgt nicht dem geradeaus abwärts führenden Weg zur Widderstein-Hütte. Von der schon bald erreichten Koblat-Hütte steigt man zwischen Hüttenkopf und Haldenwanger Kopf zur Trift-Hütte ab und folgt von hier aus dem Weg weiter über die Speicher-Hütte ins Tal hinab bis man die Untere Biber-Alpe und somit wieder den Talgrund des Rappenalptales erreicht hat. Nun wandert man entlang der Teerstraße durchs Rappenalptal zurück ins Stillachtal und schließlich zurück zum Fellhorn-Parkplatz. Um die langen Anmarschwege zu verkürzen, bietet es sich an, die Talstrecken der Tour zumindest teilweise mit dem Fahrrad zurückzulegen.


 

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