Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava (Tschechien)

  

Christoph Moning

Stand: Juli 03

 

Die Nationalparke Bayerischer Wald auf der deutschen und Sumava auf der tschechischen Seite sind Teil eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas. Von einigen Arten wie Weißrücken- und Dreizehenspecht leben hier die  größten außeralpinen Populationen innerhalb Deutschlands.  Das Klima ist sehr niederschlagsreich und zur Hauptbalzzeit von Spechten und Eulen im März/ April sind viele höher gelegene Wege noch schneebedeckt. Gute Beobachtungszeiten sind im Mai und Ende September bis Oktober wenn beispielsweise Haselhuhn und Sperlingskauz während der Herbstbalz aktiv werden.

 

Voraussetzungen:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: Ja.

Ausrüstung: Fernglas, festes Schuhwerk, im Winter Schneeschuhe oder Skier, Kartenmaterial

Zugänglichkeit der Beobachtungsstellen: leichte bis anspruchsvolle Wanderungen


Interessante Arten:

Der Schwarzstorch brütet in einigen Paaren auf der tschechischen Seite des Gebirges. Der Schreiadler ist im Bayerischen Wald als Brutvogel ausgestorben. Eine kleine Chance hat man noch auf der tschechischen Seite im Moldautal. Dort kommt ebenfalls die Kornweihe als Brutvogel vor. Das Haselhuhn ist in den Nationalparken in allen Höhenlagen zu finden, jedoch v.a. in gemischten Jungbeständen (10 bis 40-jährig) und unterwuchsreichen Altbeständen (z.B. naturnahe Bergmischwälder). Besondere Dichten werden an Überschneidungszonen unterschiedlich alter Waldblöcke oder um Felsköpfe (z.B. Allmeyerschloss am Hohlstein) oder in Relikt- oder Plenterbeständen erreicht (z.B. Abteilung Tanzboden oder am Berg Boubín auf der tschechischen Seite). In den Hochlagen fällt die Verbreitung mit dem Vorkommen von Vogelbeere und Buche zusammen. In den Tallagen besiedelt es die Aufichten- und Moorrandwälder wie sie im Bereich Klingenbrunnbahnhof - Neuhütte großflächig anzutreffen sind. Es meidet Hallenbestände, die frei von Laubhölzern sind. Zu den Balzzeiten im März/April und im September ist es am einfachsten Haselhühner zu finden. Quelle der Haselhuhndaten: Scherzinger 1976.

Das Auerhuhn kommt auf deutscher Seite nur noch in einem Restbestand vor, der unmittelbar vor dem Aussterben steht. Die hochgelegenen Fichtenwälder, der Hauptlebensraum dieses Huhns im Nationalpark Bayerischer Wald und gleichzeitig Kernzone, dürfen zwischen dem 1.1. und 15.6. jeden Jahres nur auf den Wegen betreten werden. Eine gewisse Chance hat man, wenn man entlang der Grenze westlich des Lusen Richtung Rachel läuft. Regelmäßige Beobachtungen stammen von dem Grenzweg, der in dem Tal zwischen Lusen und dem westlich vom Lusen liegenden Großen Spitzberg (Tschechei) verläuft. Auf der tschechischen Seite hat man bessere Chancen Auerhühner von den Wegen aus zu sehen (siehe Beobachtungsmöglichkeiten). Das Birkhuhn verschwand bereits Mitte der 80er Jahre aus den Mooren des Nationalparks Bayerischer Wald (Rädlinger & Singer 1995). Auf tschechischer Seite gibt es noch einen guten aber unzugänglichen Bestand. Wachtelkönige kommen im Moldautal auf der tschechischen Seite vor. Der Sperlingskauzbestand schwankt zwischen 2 und 50 Paaren (Rädlinger & Singer 1995). Der Sperlingskauz zieht seine Jungen v.a. in Dreizehenspechthöhlen auf. D.h. er ist vornehmlich in Fichtenbeständen mit lückigem Stand, Lichtungen und Schneisen zu finden. Besonders zur Brutzeit ist der Kauz tagaktiv. Das intensive Warnen von Kleinvögeln gibt dann gute Hinweise auf seine Anwesenheit. Der Rauhfußkauz kommt oft im gleichen Lebensraum vor. Dieser ist jedoch strikt nachtaktiv. Er nistet in Schwarzspechthöhlen. Der Habichtskauz war ursprünglich 1925/26 in Deutschland ausgestorben. 1975 begann man Habichtskäuze auszusetzen. 1985 kam es zu ersten Brutversuchen. 1996 brüteten bereits 6 Paare mit 14 Ästlingen (Stürzer 1996). Bestandstendenz zunehmend. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich Habichtskäuze zufällig im Gebiet zu entdecken.

Insgesamt sieben Spechtarten kommen im Gebiet vor. Der Weißrückenspecht ruft und trommelt ab Ende Februar. Die Balzaktivität erreicht im März ein Maximum und ebbt im April etwas ab. Die Menge der Lautäußerungen ist ein bis zwei Stunden nach Sonnenaufgang am größten und verebbt gegen die Mittagszeit weitgehend. Sonst verhält sich dieser Specht sehr unauffällig. Deshalb wird die Masse der Beobachtungen in den Monaten März bis Juni gemacht. In der Brutsaison ist der Weißrückenspecht stark an sein Bruthabitat gebunden. Dies sind alte, kaum bewirtschaftete Flächen mit reichlich Bruch- und Dürrholz. Im Bayerischen Wald werden besonders viele Beobachtungen zwischen 900 und 1200 m üNN gemacht (Maximum zwischen 1000 und 1100 m üNN). Quelle der Weißrückenspechtdaten: Scherzinger 1982. Insgesamt brütet mindestens ein Dutzend Paare im Nationalpark Bayerischer Wald. Scherzinger (1982) gibt folgende Vorkommen an (Auswahl zugänglicher Stellen): Lärchenberg (südlich des Rachel), Rachelseewand (der Weg zwischen Rachelsee und Rachelgipfel umrundet den Bereich), Mühlbuchet (der Rundweg Specht führt durch den Bereich), der Hirschkopf nördlich der Linie Guglöd-Waldhäuser (100 ha großer Altbestand) und das Felswandergebiet (Rundweg im Südosten des Nationalparks am Steinberg) sowie die Südhänge des Hohlsteins. Auch im Nationalpark Sumava gibt es gute Beobachtungspunkte (z.B. der Berg Boubín).

Der Dreizehenspecht balzt hauptsächlich zwischen März und Juni meistens in den ersten zwei Stunden nach Sonnenaufgang. Er ist ein typischer Bewohner autochthoner Fichtenwälder und ist daher vorwiegend an die hochmontane bis subalpine Stufe gebunden (Höchste Antreffwahrscheinlichkeit zwischen 1100 und 1400 m üNN). Insgesamt gibt es mindestens 70 Dreizehenspechtpaare im Nationalpark Bayerischer Wald. Jedoch schwanken die Bestände stark. So gab es im Laufe der Borkenkäfergradation Ende der 80er bis in die 90er Jahre ein starkes Anwachsen des Bestandes, der jedoch anschließen mit dem Borkenkäferbestand stark zurückgegangen ist. Im Nationalpark Bayerischer Wald werden v.a. die Höhenrücken besiedelt. Flächig ist der Specht im Bereich Steinfleckenberg, Moorkopf und Moorberg verbreitet. Optimalbereiche liegen im Raum Rachel-Lusen und Kirchlingerstand. Quelle: Scherzinger 1982. Auf der tschechischen Seite sind die Verhältnisse ähnlich. Am Boubín kann man diesen Specht v.a. im oberen Teil des Rundweges beobachten.

Der Schwarzspecht ist im gesamten Nationalpark vertreten, während der Grauspecht v.a. unterhalb 1100 m üNN vorkommt. Er besiedelt hauptsächlich naturnahes Altholz, in dem Buchen dominieren (Scherzinger 1982).

Waldschnepfe und Hohltaube sind weitverbreitete Brutvögel. Die Ringdrossel kommt in den kleinen Hochmooren und aufgelockerten Fichtenwäldern mit Freiflächen vor. Die Wasseramsel ist Brutvogel an den Wildbächen. Der Zwergschnäpper brütet in Bergmischwäldern auf beiden Seiten der Grenze. Der Tannenhäher kommt hauptsächlich in den montanen Nadelwäldern vor.

Karmingimpel brüten im Moldautal auf der tschechischen Seite.


Lebensräume:

Diese grenzüberschreitende Mittelgebirgsregion ist hauptsächlich mit Nadelwäldern bedeckt. Sie bildet eine der größten Waldgebiete Zentraleuropas. In den kaltluftreichen Tieflagen ist Aufichtenwald typisch. In wärmebegünstigteren Lagen bis 1200 mNN dominiert Bergmischwald. Bis hinauf auf die rund 1450 mNN hohen Gipfel ist Bergfichtenwald die dominante Waldform.  Auf den Gipfeln sind auch einige der wenigen natürlichen Freiflächen in Form von Blockmeeren wie z.B. auf dem Lusen zu finden. Abwechslung bietet beispielsweise das offene Flusstal der Moldau auf der tschechischen Seite mit Grünländern in den Tallagen. Beeindruckend sind v.a. die urwaldartigen Bergmischwälder an den Bergen Boubín und Bobík. Weiterhin sind im ganzen Gebiet einige Hochmoore verteilt.


Information:

Tourist-Information Passauer Land: Domplatz 11, 94032 Passau, Telefon: (0 85 1) 397 600 +397 368; Fax: (0 85 1) 397 488, e-mail: tourismus@passau.btl.de.

Landratsamt Freyung-Grafenau: Wolfkerstr. 3, 94078 Freyung, Telefon: (0 85 51) 5 71 22, Fax: (0 85 51) 57 12 52, e-mail: tourismus@la-freyung.btl.de

Landratsamt Regen: Poschentsrieder Str. 16, 94209 Regen, Telefon: (0 99 21) 60 13 32, Fax: (0 99 21) 66 58, e-mail: tourismus@regen.btl.de

Landratsamt Cham: Rachelstr. 6, 93413 Cham, Telefon: (0 99 71) 7 84 30, Fax: (0 99 71) 7 84 33, e-mail: tourismus@cham.btl.de

Gästeinformation Deggendorfer Land: Herrenstrasse 18, 94469 Deggendorf, Telefon: (0 99 1) 31 00 339, Fax: (0 99 1) 8900, e-mail: poststelle@LRA-deg.bayern.de

Landratsamt Straubing-Bogen, Lentnerstrasse 15, 94315 Straubing, Telefon: (0 94 21) 97 31 27, Fax: (0 94 21) 97 32 30, e-mail: tourismus@straubing-bogen.btl.de

Informationszentrum

Hans-Eisenmann-Haus
Böhmstraße 35, 94556 Neuschönau, Tel. 08558/96150

geöffnet täglich 9:00-17:00 Uhr

geschlossen Anfang November bis Weihnachten

Nationalpark-Information
Eisensteinerstr. 1, 94227 Ludwigsthal, Tel. 09922 / 869236

geöffnet täglich 9.00-17.00 Uhr

geschlossen Anfang November bis Weihnachten

Waldgeschichtliches Museum St. Oswald
Klosterallee 4, 94568 St. Oswald, Tel. 08552 / 961136

geöffnet täglich 9.00-17.00 Uhr

geschlossen Anfang November bis einschl. 25. Dezember

Internet:

http://www.bayerischer-wald.de

http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de

http://www.forst.bayern.de/

http://www.radwandern-bayerwald.de

Literatur:

Where to Watch Birds in Eastern Europe von Stackpole Books, Gerard Gorman; Stackpole Books (1. Februar 1997)

Scherzinger (1976): Rauhfuß-Hühner - Nationalpark Bayerischer Wald, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten

Scherzinger (1982): Spechte - Nationalpark Bayerischer Wald, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten

Deutsche Nationalparke 1. Bayerischer Wald kennenlernen und erleben. von Christine Rädlinger (Herausgeber), Detlef Singer (Herausgeber)
Vehling, Werl (1995)
Broschiert

Der Nationalpark Bayerischer Wald von Adalbert Pongratz, u. a.
Morsak (1998)
Sondereinband

Wälder. Weite. Wildnis. Nationalpark Bayerischer Wald. Narodni Park Sumava. von Hubert Weinzierl, u. a.
Druckhaus Oberpfalz (November 2000)
Gebundene Ausgabe

Karten:

Topographische Karten Bayern, Bl.29, Naturpark Bayerischer Wald Ost, Nationalpark Bayerischer Wald
Bayerisches Landesvermessungsamt (Dezember 2002)

Fritsch Karten, Nr.60, Mittlerer Bayerischer Wald, Böhmerwald von Christian Warlich
Fritsch Landkarten-Verlag; Sondereinband

Fritsch Karten, Nr.59, Nationalpark Bayerischer Wald
Fritsch Landkarten-Verlag (März 1997); Sondereinband


Anfahrt:

Hier klicken für einen Routenplaner zum Bayerischen Wald

Im Nationalpark bewegt man sich am bequemsten mit den sogenannten Igelbussen. Diese verbinden von Mitte Mai bis Ende Oktober die wichtigsten Wandergebiete mit den umliegenden Orten. Das entsprechende Faltblatt mit Igelbusrouten, Zusteigestellen und Abfahrtszeiten kann bei der Fremdenverkehrsgemeinschaft, Buchdruckergasse 2, 94481 Grafenau, Tel. 0 85 52 / 25 21 und Fax 33 80 oder der Nationalparkverwaltung, Freyunger Str. 1, 94481 Grafenau, Tel. 0 85 52 / 9 60 00 kostenlos angefordert werden. Oder http://www.waldzeit.de/igelbus/

 

Beobachtungsmöglichkeiten:

Nationalpark Bayerischer Wald:

Der Nationalpark Bayerischer Wald verfügt über ein gut ausgebautes Wegenetz. Entlang dieser Wege kann man alle interessanten Arten beobachten. Welchen Weg man im Speziellen wählt, hängt von den Arten ab, die man sehen möchte. Daher sollte man sich im Kapitel Interessante Arten über die entsprechenden Arten informieren und mit Hilfe einer Karte die Wanderung planen.

Folgendes Kartenmaterial ist beim Zweckverband Nationalparkgemeinden Bayerischer Wald erhältlich:

  • "Radwandern in den Nationalparkgemeinden" , Schutzgebühr 1,5 €

  • "Wintersportkarte" der Nationalparkgemeinden, Schutzgebühr 2,5 €

  • FRITSCH-Wanderkarte "Nationalpark Bayerischer Wald", 1:35.000, Preis: ca. 5 €

  • FRITSCH-Wanderkarte "Mittlerer Bayerischer Wald", 1:50.000, Preis: ca. 6,5 €

  • "Wandertips, Mit Bahn und Bus in den Nationalpark Bayerischer Wald", Broschüre, kostenlos

  • "Wege verbinden, BAYERN-BÖHMEN", Broschüre über Grenzübergänge nach Tschechien, kostenlos

  • Aktuelle Broschüren der Nationalparkverwaltung sowie des Landkreises Freyung-Grafenau, kostenlos

Anzufordern per E-Mail (Nationalparkgemeinden@t-online.de), per Telefon unter 08558/ 91 0 21 oder Fax  08558 / 91 0 23 oder per Post bei: Nationalparkgemeinden Bayerischer Wald, Kaiserstraße 13; 94556 Neuschönau.

Daneben gibt es einfache Karten unter:

Gängige Wanderwege sind:

  • Rundwanderweg Auerhahn auf den Rachel (Start: Parkplatz Gfäll; 500 Höhenmeter; 9,5 km).  Mögliche Arten: Weißrückenspecht an der Rachelseewand, Dreizehenspecht in den Höheren Lagen.

  • Rundwanderweg Specht östlich des Rachel (Start Racheldiensthütte; 200 Höhenmeter; 6,5 km; 2 Stunden). Mögliche Art: Weißrückenspecht

  • Felswandergebiet im Südosten des Nationalparks (Rundweg Haselhuhn) (Start: Parkplatz Felswandergebiet; 170 Höhenmeter; 1,5 Stunden). Mögliche Arten: Haselhuhn und Weißrückenspecht

  • Rundweg Luchs auf den Lusen (Start: Parkplatz Lusen; 250 Höhenmeter, 4,2 km, 2,5 Stunden). Mögliche Art: Dreizehenspecht

Ich möchte jedoch nochmals darauf hinweisen, dass es durchaus möglich ist, eigene Wanderungen zu planen, die dann durch gute Bereiche führen!

Nationalpark Sumava:

Dieser Teil des Böhmerwaldes ist in Deutschland leider wenig bekannt. Doch gerade hier hat man hervorragende Chancen, Raufußhühner, alle mitteleuropäischen Spechte, Schwarzstorch, Karmingimpel und viele andere heiß begehrte Arten zu sehen. Durch die Zeit der geschlossenen Grenze liegt der Nationalpark Sumava in einer der strukturschwächsten Regionen der Tschechei. Dies bemerkt man auch, sobald man die Grenze bei Philippsreuth überquert hat. Denn im Sommer kann man als Folge der extensiven Bewirtschaftung auf fast jeder Wiese Braun- und Schwarzkehlchen sehen. 

Ein Hauptgrund das Gebiet zu besuchen, dürften die urwaldartigen Bestände an dem Berg Boubín sein. Es ist eines der ältesten Naturschutzgebiete der Tschechei. Hier kann man mit etwas Glück Haselhuhn, Auerhuhn, Rauhfußkauz, Dreizehen- und Weißrückenspecht sowie Ringdrossel (auf den Lichtungen im oberen Bereich) sehen. Man erreicht das Gebiet über den Grenzübergang bei Philippsreuth. Hinter der Grenze fährt man Richtung Volary und Vimperk. 10 km nach der Grenzstation muss man rechts Richtung Volary abbiegen. Nach weiteren 2,5 km am Ortsanfang von Lenora trifft links eine Straße auf die Hauptstraße. In diese muss man einbiegen und weitere 2 km fahren. Dann trifft man auf eine schmale Straße, die von rechts kommt. Diese muss man nehmen, bis man nach weiteren 2,6 km einen Parkplatz auf der rechten Seite erreicht. Hier parkt man (P).

Von dem Parkplatz aus geht es zu Fuß weiter bergauf. Nachdem man unter einer Eisenbahnbrücke hindurch gelaufen ist, erreicht man bald eine Nationalpark-Station, an der eine Karte mit den Wanderwegen zu finden ist. Man geht das Tal weiter bergauf bis man an eine T-Kreuzung kommt. An dieser entscheidet man sich für den linken Weg und kurz darauf für den rechten (immer bergauf), den man einen weiteren Kilometer geht, bis man an einen Teich gelangt. Hier befindet man sich am unteren Ende des Naturschutzgebietes. Der eigentliche "Ur"-Mischwald ist mit einem niedrigen Lattenzaun eingezäunt. Der Wanderrundweg führt größtenteils den Zaun entlang und beginnt an dem Teich. Ich würde empfehlen rechts zu beginnen, da die Waldstruktur hier sehr gut ist. Auch die Waldstruktur außerhalb des eingezäunten Bereichs ist hervorragend. Die gesamte Wanderung vom Parkplatz aus ist 7,5 km lang (rot eingezeichnet):

Direkt südöstlich vom Boubín liegt der Bobík (1263 m NN). Er ist ebenfalls mit naturnahen Bergmischwäldern bedeckt und beherbergt eine ähnlich Artenauswahl wie der Boubín. Zusätzlich brüten hier Schwarzstorch und Zwergschnäpper. Das Gebiet lässt sich mit Hilfe einer Karte ebenfalls leicht durchwandern. Fast alle Wege sind hier für Fahrzeuge gesperrt.

Ein weiteres Beobachtungsgebiet ist das Moldautal südlich von Volary. Volary erreicht man indem man in Lenora nicht Richtung Boubín fährt sondern auf der Hauptstraße Richtung Volary bleibt. In Volary trifft noch vor dem Ortskern von rechts eine Straße auf die Hauptstraße. Diese sollte man nehmen, um den Ort Richtung Süden wieder zu verlassen (über die Bahngleise). Ab dieser Kreuzung sind es noch 5,5 km bis man das weite Moldautal erreicht. Hier kann man  im Sommer Kornweihe, Schreiadler, Wespenbussard,  Wachtelkönig, Raubwürger und Karmingimpel sehen. Bis zu 200 Birkhähne balzen hier im Frühjahr, jedoch liegen die Balzplätze in zum Glück unerschlossenen und somit unzugänglichen Mooren. Es macht Sinn, bei gutem Wetter Greifvögel von exponierten Stellen aus zu beobachten. Eine Stelle von der aus man das Tal überblicken kann liegt bei Zelnava. Der Ort befindet sich 13,3 km hinter der Kreuzung in Volary und ist durch eine auffällige Kirche leicht zu erkennen. Man kann direkt vor der Kirche auf dem Feldweg parken. Von hier aus läuft man rund 600 m den Feldweg entlang bis man sich an einer Talflanke (möglichst Richtung Norden) platzieren kann, um nach Greifvögeln und Störchen Ausschau zu halten. Dabei wird man im Sommer die Gesänge von Karmingimpel, Gartenrotschwanz und Braunkehlchen um sich haben.


 

Unterkunft: 

Unterkünfte können u.a. unter folgender Adresse recherchiert werden: http://www.bayerwaldregion.de/

 

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_E-Mail: info@birdinggermany.de_